Die Aktien des französischen Spieleentwicklers Ubisoft sind kürzlich um bis zu 20 % eingebrochen. Dieser Rückgang folgt auf die Ankündigung einer Partnerschaft mit dem chinesischen Technologiekonzern Tencent, bei der Tencent 1,16 Milliarden Euro in eine neue Tochtergesellschaft investiert. Diese Tochter soll erfolgreiche Spieleserien wie „Assassin’s Creed“, „Far Cry“ und „Rainbow Six“ umfassen. Durch diese Investition erhält Tencent einen Minderheitsanteil an der Tochtergesellschaft, die mit 4 Milliarden Euro bewertet wird.
Trotz dieser Partnerschaft reagierten Investoren besorgt auf die Nachricht. Die Aktie, die am Freitag zuvor noch bei etwa 13 € stand, fiel am Montag auf unter 10 €. Analysten führen dies auf die hohe Nettoverschuldung von Ubisoft und die Unsicherheit über die Auswirkungen des Deals auf die Unternehmensstruktur zurück.
Diese Entwicklungen werfen Fragen zur finanziellen Stabilität von Ubisoft auf. Zuvor hatte das Unternehmen mit schwachen Verkaufszahlen und Verzögerungen bei Spieleveröffentlichungen zu kämpfen. Aktivistische Investoren fordern Veränderungen im Management und prüfen Optionen wie eine mögliche Übernahme oder den Verkauf des Unternehmens.
Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie Ubisoft auf diese Herausforderungen reagiert und ob die Partnerschaft mit Tencent zu einer Stabilisierung führt.