Am Rande der devcom 2025 hatte ich die Gelegenheit, mit den Entwicklern von Kevir Entertainment über ihr Debütspiel Operation Stutter zu sprechen und eine kurze Demo zu testen. Was mich als Nicht-Horror-Spieler sofort fesselte, war die beklemmende Atmosphäre, die das Spiel auszeichnet.
Ein kalter Krieg, ein Schauplatz, ein Albtraum
Operation Stutter ist ein reines Singleplayer-Horror-Erlebnis aus der Ego-Perspektive, gespickt mit vielen Rätselelementen. Das Spiel versetzt uns in die 1980er-Jahre, mitten in eine sowjetische Forschungseinrichtung, in der sich die Grenzen zwischen Realität und Paranoia schnell auflösen.
Die Entwickler setzen dabei nicht auf reines Action-Gameplay, sondern auf eine dichte Story und ein einzigartiges Design. Die Räume und Gänge sind meisterhaft inszeniert, das Licht- und Sounddesign tragen maßgeblich zur beunruhigenden Stimmung bei und ließen mir im Test mehrmals einen Schauer über den Rücken laufen.
Zwischen Half-Life und Outlast
Kenner des Genres werden vielleicht Parallelen erkennen. Die Entwickler bestätigten, dass Titel wie Half-Life 1, Outlast und sogar der Film 10 Cloverfield Lane als Inspirationsquellen dienten. Diese Einflüsse schaden dem Spiel keineswegs, sondern verleihen ihm eine vertraute, aber dennoch eigenständige Identität.
Authentizität aus eigener Erfahrung
Was besonders beeindruckt, ist die authentische Gestaltung der Spielwelt. Die Räume wirken nicht wie eine übertriebene, klischeehafte Darstellung der Sowjetunion. Stattdessen sind sie erstaunlich realitätsnah. Dies liegt an den Entwicklern von Kevir Entertainment selbst: Sie haben ihre eigenen Erfahrungen und Erzählungen aus dem teilautonomen irakischen Kurdistan einfließen lassen. Diese persönliche Note macht die Atmosphäre sehr stimmig und lädt dazu ein, die Geheimnisse des Spiels zu erkunden.
Operation Stutter hat noch kein festes Erscheinungsdatum, soll aber für PC und Konsolen erscheinen.