Meta hat mehrere VR-Entwicklungsstudios geschlossen. Das geht aus Aussagen betroffener Entwickler sowie aus einer Bestätigung des Unternehmens hervor. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit Entlassungen innerhalb der Reality-Labs-Sparte.
Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass Meta plant, rund zehn Prozent der Belegschaft im Bereich Reality Labs abzubauen. Die Sparte ist für Produkte rund um Virtual Reality, den Metaverse-Bereich sowie Oculus Studios zuständig, unter denen Metas interne Spieleentwickler geführt werden.
Die Entlassungen haben inzwischen begonnen und betreffen auch mehrere Game-Studios.
Meta hat bestätigt, dass die Studios Armature, Sanzaru Games und Twisted Pixel Games geschlossen wurden. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass Meta Investitionen vom Metaverse hin zu Wearables verlagere. Die dadurch frei werdenden Mittel sollen künftig in das Wachstum dieses Bereichs fließen.
Laut Berichten plant Meta, den Fokus künftig weniger auf VR-Hardware und das Metaverse zu legen. Stattdessen sollen andere Geschäftsbereiche stärker priorisiert werden, darunter Wearables wie Smart Glasses sowie KI-Forschung.
Im Zuge dessen soll es auch ein internes Treffen gegeben haben, bei dem die Führungsebene von Reality Labs die aktuelle Lage und weitere Schritte erläuterte.
Geschichte der betroffenen Studios
Twisted Pixel Games wurde 2006 gegründet und machte sich mit Titeln wie The Maw, Splosion Man, Ms. Splosion Man und Comic Jumper einen Namen. Das Studio wurde 2021 von Meta übernommen und veröffentlichte zuletzt Marvel’s Deadpool VR für Meta Quest 3.
Sanzaru Games, ebenfalls 2006 gegründet, arbeitete unter anderem an Portierungen und Neuauflagen bekannter PlayStation-Titel wie The Sly Collection und God of War Collection. 2019 erschien Asgard’s Wrath für Oculus Rift, später folgte Asgard’s Wrath 2, das als Starttitel für Meta Quest 3 angeboten wurde.
Armature Studio wurde 2008 von ehemaligen Metroid Prime 3 Entwicklern gegründet. Das erste Projekt des Studios war die Portierung der Metal Gear Solid HD Collection für die PlayStation Vita. In den folgenden Jahren arbeitete Armature an Titeln wie Batman: Arkham Origins Blackgate, einer Portierung von Injustice: Gods Among Us sowie an Umsetzungen von Bloodstained: Ritual of the Night. Zudem war das Studio als Entwicklungspartner an Fortnite beteiligt und verantwortete zuletzt die Portierung von Resident Evil 4 für Meta Quest 2.

