Ubisoft hat eine weitreichende Unternehmensrestrukturierung angekündigt und dabei ein neues Betriebsmodell vorgestellt. Künftig will der Publisher seinen Fokus stärker auf Open-World-Abenteuer und Games-as-a-Service-orientierte Titel legen. Unterstützt werden soll dieser Kurs unter anderem durch spielernahe generative KI-Technologien.
Die Neuausrichtung geht mit deutlichen Einschnitten einher. Ubisoft hat bestätigt, dass mehrere Spiele eingestellt werden, darunter das bereits lange in Entwicklung befindliche Prince of Persia: The Sands of Time Remake sowie fünf weitere Projekte.
Gründe für den Strategiewechsel
Laut Ubisoft ist der Umbau eine Reaktion auf mehrere Entwicklungen in der Branche. Dazu zählen ein zunehmend selektiver AAA-Markt, wachsende Konkurrenz, insbesondere im Shooter-Segment, sowie steigende Produktionskosten und höhere Anforderungen an den Aufbau langlebiger Marken.
Das neue Modell soll Ubisoft zu einer spielerzentrierteren Organisation machen. Die Struktur orientiert sich künftig stärker an klar definierten Genres und langfristig angelegten Markenstrategien.
Neuer Fokus auf Technologie und generative KI
Ein zentraler Bestandteil der neuen Ausrichtung sind verstärkte Investitionen in Technologie. Ubisoft spricht dabei ausdrücklich von player-facing Generative AI, also KI-Systemen, die direkt im Spielerlebnis zum Einsatz kommen sollen. Konkrete Beispiele oder Anwendungen nannte das Unternehmen bislang nicht.
Ziel sei es, Entwicklung effizienter zu gestalten, Inhalte besser zu skalieren und Spieler langfristig stärker an die eigenen Titel zu binden.
Drei-Jahres-Plan und weitere Einschnitte
Ubisoft-CEO Yves Guillemot erklärte, dass das Unternehmen mit einem neuen Drei-Jahres-Fahrplan gleichzeitig seine Kostenstruktur deutlich verschlanken will. In diesem Zuge sollen weitere Projekte eingestellt, Studios geschlossen und Stellen abgebaut werden. Genaue Zahlen zu den betroffenen Mitarbeitern oder Standorten wurden bislang nicht genannt.
Bereits zuvor hatte Ubisoft angekündigt, seine größten Marken wie Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six deutlich stärker zu priorisieren und langfristig auszubauen.

