Ubisoft hat im Zuge seiner jüngsten Unternehmensankündigung nicht nur Spielestreichungen, Studio-Schließungen und Projektverschiebungen bestätigt, sondern auch weitere umfangreiche Kostensenkungen angekündigt. Diese Maßnahmen könnten in den kommenden Jahren erhebliche Auswirkungen auf die Belegschaft des Unternehmens haben.
Dritte Sparrunde bis März 2028 angekündigt
Laut Ubisoft handelt es sich bei den neuen Maßnahmen um die dritte und letzte Phase eines langfristigen Sparprogramms. Ziel ist es, bis Ende März 2028 zusätzliche 200 Millionen Euro einzusparen. Die zweite Phase dieses Programms läuft aktuell noch und wurde bereits vor vier Jahren gestartet. In dieser Phase hatte Ubisoft Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro vorgenommen.
Zwischen September 2022 und September 2025 hat Ubisoft seine Mitarbeiterzahl von 20.729 auf 17.097 Beschäftigte reduziert. Das entspricht einem Rückgang um 3.632 Stellen. In diesem Zeitraum wurden unter anderem Studios in London, Osaka, San Francisco, Leamington, Halifax und Stockholm geschlossen.
Ubisoft hat außerdem bestätigt, dass am 12. Februar 2026 weitere Maßnahmen bekannt gegeben werden sollen, die ebenfalls Auswirkungen auf die Belegschaft haben könnten.
Weitere Stellenstreichungen rechnerisch wahrscheinlich
Vergleicht man den Umfang der bisherigen Sparmaßnahmen, entspricht die geplante dritte Phase etwa zwei Dritteln der vorherigen Einsparrunde. Unter ähnlichen Voraussetzungen würde dies rechnerisch bedeuten, dass bis März 2028 rund 2.400 weitere Stellen wegfallen könnten. Ubisoft selbst hat hierzu keine konkrete Zahl genannt.
Zusätzlich plant Ubisoft die Einführung einer verpflichtenden Rückkehr ins Büro an fünf Tagen pro Woche. Gleichzeitig sollen jährliche Pauschalen für gelegentliche Arbeit im Homeoffice angeboten werden. Laut Ubisoft soll diese Maßnahme die Effizienz, Kreativität und Zusammenarbeit verbessern.
In den vergangenen Jahren hatte Ubisoft seinen Personalbestand unter anderem auch durch nicht verlängerte Verträge, interne Umstrukturierungen und Standortschließungen reduziert.

