Nintendo of America hat Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Hintergrund sind Importzölle, die im Jahr 2025 eingeführt wurden.
Die Klage wurde beim U.S. Court of International Trade eingereicht. Das Unternehmen argumentiert, dass die Maßnahmen der Regierung zu unrechtmäßigen Zöllen auf importierte Waren geführt hätten.
Laut Klageschrift sieht sich Nintendo berechtigt, gegen die Maßnahmen vorzugehen, da das Unternehmen Produkte importiert hat, die von den entsprechenden Zollregelungen betroffen waren.
Nintendo fordert deshalb eine Rückerstattung der gezahlten Zölle inklusive Zinsen. Eine konkrete Summe wurde in der Klage nicht genannt.
Alternativ fordert das Unternehmen ein entsprechendes Geldurteil sowie die Übernahme der Anwaltskosten.
Gericht erklärte Zölle zuvor für verfassungswidrig
Bereits im Februar hatte der US Supreme Court entschieden, dass die eingeführten Zölle verfassungswidrig seien.
Anschließend erklärte Richter Richard Eaton vom U.S. Court of International Trade, dass betroffene Importeure grundsätzlich Anspruch auf Rückerstattungen haben könnten. Eaton wird auch die entsprechenden Verfahren zu möglichen Rückzahlungen verhandeln.
Die Zollpolitik hatte auch Auswirkungen auf die Veröffentlichung neuer Hardware von Nintendo.
Kurz nach Einführung der Zölle brachte das Unternehmen seine neue Konsole Nintendo Switch 2 auf den Markt. Die Maßnahmen führten unter anderem dazu, dass Vorbestellungen der Konsole in den USA zeitweise verzögert wurden.

