Microsoft richtet die Zukunft von Xbox offenbar stärker auf bezahlbares Gaming aus. Xbox-Chefin Asha Sharma hat in einem Interview erklärt, dass Erschwinglichkeit künftig eine zentrale Rolle für die Marke spielen soll.
Seit dem Führungswechsel und dem Abschied von Phil Spencer sowie Sarah Bond befindet sich Xbox in einer Phase der Neuausrichtung. Zuletzt hatte Microsoft bereits auf Kritik an steigenden Preisen reagiert und Anpassungen beim Game Pass vorgenommen.
Sharma erklärte, dass die Preisgestaltung in der Vergangenheit nicht immer ausreichend auf die finanzielle Situation der Spieler ausgerichtet gewesen sei. Genau das wolle man nun ändern. Bereits umgesetzt wurde eine Senkung beim teuersten Tarif von Xbox Game Pass Ultimate. Der monatliche Preis fiel von 27 Euro auf 21 Euro. Laut Sharma war das nur ein erster Schritt.
Die Xbox-Chefin beschreibt die Zukunft des Dienstes als zweigeteilten Plan. Zunächst gehe es darum, Game Pass wieder bezahlbarer zu machen. Danach müsse neu bewertet werden, was der Dienst viele Jahre nach seiner Einführung überhaupt leisten und bieten soll. Dabei spiele auch eine neue Spielergeneration eine Rolle, deren Erwartungen sich verändert hätten. Microsoft prüfe deshalb verschiedene Modelle für die Zukunft des Angebots.
Fokus auf günstige Hardware und Services
Neben dem Abo-Modell soll sich auch die restliche Xbox-Sparte stärker an Preis-Leistung orientieren. Sharma nennt dabei sowohl Hardware als auch digitale Dienste. Konkrete neue Preise oder kommende Produkte nannte sie nicht. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktpreise Grenzen setzen könnten.
Das langfristige Ziel sei, weltweit möglichst vielen Menschen Zugang zum Spielen zu ermöglichen. Xbox wolle Innovationen anbieten, ohne sich nur an hochpreisigen Angeboten zu orientieren.
Diese Aussagen passen zu Microsofts jüngsten Schritten, darunter Senkung ausgewählter Game-Pass-Preise, flexiblere Tarifmodelle in Arbeit, stärkere Cloud- und Plattformstrategie und Fokus auf Reichweite statt nur Konsolenverkäufe.
Die Aussagen von Sharma zeigen, dass Microsoft nach Jahren steigender Preise offenbar umdenkt. Während viele Plattformen auf Premium-Angebote setzen, versucht Xbox nun stärker mit Zugänglichkeit, Auswahl und günstigeren Einstiegsmodellen zu punkten. Ob weitere Preisänderungen folgen, bleibt offen.

