Die Stimmung in der römischen Provinz ist derzeit getrübt: Das Entwicklerteam von „Anno 117: Pax Romana“ hat sich in einem Blogbeitrag an die Community gewandt, um Fehler beim jüngsten Update 1.5 sowie eine Falschkommunikation bezüglich des ersten DLCs einzugestehen.
Qualitätsmängel und der „Insel-Skandal“
Das Team gab offen zu, dass die Qualität von Version 1.5 weit hinter den eigenen Erwartungen und dem Standard der Serie zurückblieb. Besonders pikant: Eine zentrale Werbeaussage zum DLC „Verheißung des Vulkans“ stellte sich als falsch heraus. Hatten die Entwickler zuvor stolz verkündet, dass die neue Insel Cinis die größte in der Geschichte von Anno sein würde, mussten sie diese Aussage nun revidieren.
Durch einen Fehler in der Datenanalyse wurden die bebaubaren Felder von „Crown Falls” (Anno 1800) fälschlicherweise mit der Gesamtfläche von Cinis verglichen. Die bittere Realität für Rekordbauer: Tatsächlich ist Crown Falls weiterhin rund 7 % größer als das neue römische Pendant. Das Studio entschuldigte sich aufrichtig für die Verwirrung und dafür, dass diese Zahlen nicht vorab intern geprüft wurden.
Erste Hilfe: Patches und Fehlerbehebung
Um das Vertrauen der Spieler zurückzugewinnen, läuft die Fehlerbehebung bereits auf Hochtouren. Nachdem erste Hotfixes bereits kritische Abstürze auf dem PC und den Konsolen behoben haben, steht in der nächsten Woche der Patch 1.5.1.1 in den Startlöchern. Dieser soll unter anderem folgende Probleme lösen:
– Blockierte Amphitheater: Spiele lassen sich wieder wie gewohnt starten.
– Handelsmenü: Die Filterfunktion wird instand gesetzt.
– Logistik-Fehler: Schiffe behalten nun ihre Namen beim Provinzwechsel und bleiben nach der DLC-Aktivierung auf ihren zugewiesenen Handelsrouten.
Konsequenzen für die Zukunft
Das Studio verspricht, dass es nicht bei reiner Schadensbegrenzung bleiben wird. Man werde die aktuelle Situation nutzen, um die internen Planungs- und Qualitätssicherungsprozesse grundlegend zu überarbeiten.

