Beim französischen Entwicklerstudio Kylotonn könnten offenbar umfangreiche Entlassungen bevorstehen. Das berichtet die Gewerkschaft des Studios über die Organisation STJV. Demnach sollte ursprünglich am 6. Mai ein Treffen stattfinden, bei dem Mitarbeiter über geplante „massive Entlassungen“ informiert werden sollten. Der Termin wurde laut Gewerkschaft allerdings auf den 13. Mai verschoben.
Nach Ansicht der Gewerkschaft könnte die Verschiebung mit dem bevorstehenden NACON Connect Event am 7. Mai zusammenhängen. Dadurch solle negative Berichterstattung rund um die Präsentation vermieden werden. Kylotonn gehört seit 2018 zu NACON und ist vor allem für die Entwicklung der früheren WRC-Spiele bekannt.
Gewerkschaft kritisiert Arbeitsbedingungen, Streik angekündigt
In ihrer Mitteilung spricht die Gewerkschaft von jahrelangen Problemen innerhalb des Studios. Genannt werden unter anderem finanzielle Schwierigkeiten, schlechte Arbeitsbedingungen, organisatorische Probleme sowie Konflikte zwischen Management und Mitarbeitern. Außerdem verweist die Organisation auf frühere Berichte aus den Jahren 2023 bis 2026, in denen bereits Vorwürfe rund um Arbeitnehmerrechte und interne Zustände bei Kylotonn thematisiert wurden.
Als Reaktion kündigte die Gewerkschaft einen unbefristeten Streik an, der zunächst bis mindestens 11. Mai laufen soll. Gefordert werden unter anderem:
- der Stopp aller geplanten Entlassungen
- die Wiederaufnahme eines unangekündigten Projekts
- bessere arbeitsrechtliche Absicherung der Mitarbeiter
- eine Überarbeitung der Vertragsstruktur zwischen Kylotonn und NACON
Eine offizielle Stellungnahme von NACON oder Kylotonn zu den Vorwürfen liegt bislang nicht vor.

