Die Aktie von Nintendo ist nach der Veröffentlichung der aktuellen Geschäftsprognosen deutlich gefallen. Laut einem Bericht von Bloomberg verlor das Unternehmen an der Börse in Tokio rund zehn Prozent an Wert und erreichte damit den niedrigsten Stand seit August 2024. Auslöser dafür sollen vor allem die Erwartungen für die kommenden Hardware- und Software-Verkäufe der Nintendo Switch 2 gewesen sein.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Nintendo mit Verkäufen von rund 16,5 Millionen Switch-2-Konsolen sowie etwa 60 Millionen Software-Einheiten. Hintergrund dafür sind unter anderem steigende Kosten für Speicherchips und andere Hardware-Komponenten. Nintendo hatte bereits angekündigt, die Preise für die Switch 2 sowie weitere Produkte und Dienste anzuheben. Gleichzeitig geht das Unternehmen davon aus, dass die höheren Speicherpreise Verluste von umgerechnet rund 640 Millionen US-Dollar verursachen könnten.
Analysten sehen die Entwicklung nicht nur bei der Hardware kritisch. Besonders die Prognosen für die Software-Verkäufe sorgen offenbar für Unsicherheit bei Investoren. Amir Anvarzadeh von Asymmetric Advisors erklärte laut Bloomberg, dass Nintendo den Großteil seiner Gewinne traditionell über Spiele erzielt. Sinkende Software-Prognosen könnten daher auf eine schwächere Nachfrage nach bekannten Marken und Franchises hindeuten.
Seit Jahresbeginn soll die Nintendo-Aktie bereits rund 30 Prozent an Wert verloren haben. Als möglicher Grund werden unter anderem vergleichsweise wenige große Spieleveröffentlichungen genannt.
Analyst Robin Zhu von Bernstein geht davon aus, dass Investoren nun besonders auf die kommenden Spieleankündigungen für den Sommer schauen werden. Vor allem neue First-Party-Titel könnten das Vertrauen in die Switch 2 und die weitere Entwicklung des Unternehmens stärken.

