Ein neuer Bericht sorgt für Diskussionen über die Marktmacht von Steam auf dem PC-Spielemarkt. Demnach soll es vor einigen Jahren zu einem Konflikt zwischen Valve Corporation und Ubisoft gekommen sein, der sich um die Preisgestaltung von Tom Clancy’s Rainbow Six Siege drehte. Die Informationen stammen aus einem Bericht von Bloomberg, der sich mit der Rolle von Valve und Steam im PC-Gaming-Markt beschäftigt.
Dem Bericht zufolge bot Ubisoft Rainbow Six Siege über die damalige Plattform UPlay, die heute als Ubisoft Connect bekannt ist, zu einem besonders günstigen Preis an. Valve soll daraufhin verlangt haben, dass Ubisoft die Preisgestaltung anpasst. Andernfalls habe das Unternehmen mit der Entfernung des Spiels aus dem Steam-Store gedroht. Laut dem Bericht soll Ubisoft dafür eine Frist von 24 Stunden erhalten haben. Offiziell bestätigt wurden diese Angaben von den beteiligten Unternehmen bislang nicht.
Der Vorfall wird im Zusammenhang mit mehreren laufenden Debatten und Gerichtsverfahren rund um die Marktstellung von Steam genannt. Die Plattform gilt seit Jahren als dominierende Vertriebsplattform für PC-Spiele und verfügt über einen deutlich größeren Marktanteil als viele konkurrierende Stores. Kritiker sehen darin eine marktbeherrschende Stellung, während Valve argumentiert, dass Spielern und Entwicklern weiterhin zahlreiche Alternativen zur Verfügung stehen.
In Reaktion auf Vorwürfe rund um ein mögliches Monopol betonte Valve-Mitgründer Gabe Newell zuletzt, dass Kunden verschiedene Möglichkeiten hätten, Spiele zu kaufen. Dazu gehörten Konsolenplattformen, Steam, der Epic Games Store oder auch direkte Verkäufe über Entwickler und Publisher.
Unabhängig von dem damaligen Streit zählt Rainbow Six Siege weiterhin zu den erfolgreichsten Spielen von Ubisoft. Der Taktik-Shooter gehört auch Jahre nach seiner Veröffentlichung zu den meistgespielten Titeln des Publishers und gilt als eine der wichtigsten Einnahmequellen des Unternehmens.

