GameStop verfolgt weiterhin das Ziel, die Online-Handelsplattform eBay zu übernehmen. Das Unternehmen hat bekannt gegeben, auf ein geplantes leistungsabhängiges Bonusprogramm für CEO Ryan Cohen zu verzichten und stattdessen den Fokus stärker auf die mögliche Übernahme zu legen.
Ursprünglich hätte Cohen bei Erreichen bestimmter Unternehmensziele einen Bonus erhalten können, der laut Angaben einen potenziellen Wert von bis zu 35 Milliarden US-Dollar gehabt hätte. Diese Pläne wurden nun jedoch zurückgezogen.
Bereits im Mai hatte GameStop mit einem Übernahmeangebot für Aufsehen gesorgt. Das Unternehmen bot rund 55 Milliarden US-Dollar für eBay. Die geplante Transaktion sollte zur Hälfte aus Bargeld und zur Hälfte aus GameStop-Aktien bestehen. Zudem war vorgesehen, dass Ryan Cohen die Führung beider Unternehmen übernimmt. eBay lehnte das Angebot jedoch kurz darauf ab. Nach Angaben des Unternehmens wurde der Vorschlag als weder attraktiv noch glaubwürdig bewertet.
Trotz der Absage hält GameStop an seinen Plänen fest. Das Unternehmen kündigte an, weitere Informationen zu den strategischen Gründen und möglichen Vorteilen einer Übernahme veröffentlichen zu wollen. Dazu soll auch ein detaillierter Plan für die Zusammenführung beider Unternehmen gehören. Ryan Cohen erklärte, dass sich die Unternehmensführung künftig vollständig auf die operative Entwicklung von GameStop sowie die angestrebte Übernahme konzentrieren solle. Gleichzeitig betonte GameStop, dass die aktuelle Mitteilung kein offizielles Übernahmeangebot darstellt. Vielmehr diene sie ausschließlich Informationszwecken.
An der Börse liegen die beiden Unternehmen derzeit deutlich auseinander. Während eBay auf eine Marktkapitalisierung von rund 49 Milliarden US-Dollar kommt, liegt der Börsenwert von GameStop bei knapp 10 Milliarden US-Dollar.

