Nach der Bestätigung des Stellenabbaus bei Bungie sind weitere Details zur Umstrukturierung bekannt geworden. In einem internen Schreiben an die Mitarbeiter hat PlayStation-Chef Hermen Hulst erläutert, welche Teams von den Entlassungen betroffen sind und warum die Entscheidung getroffen wurde.
Demnach verlieren ein erheblicher Teil der Belegschaft ihre Arbeitsplätze. Laut Hulst betrifft der Stellenabbau den Großteil des Destiny-Teams sowie einen Teil der Entwickler, die am kommenden Shooter Marathon arbeiten. Darüber hinaus sind auch Mitarbeiter innerhalb von Sony Interactive Entertainment betroffen, die Bungie in verschiedenen Bereichen unterstützt haben. Eine genaue Anzahl der entlassenen Mitarbeiter wurde weiterhin nicht genannt.
Hulst bezeichnete die Entscheidung als schmerzhaft und erklärte, sie sei erst nach intensiven Gesprächen und sorgfältiger Prüfung getroffen worden. Gemeinsam mit der Bungie-Führung habe man in den vergangenen Monaten die langfristige Ausrichtung des Studios, Entwicklungsprioritäten, den Personalbedarf sowie die Rolle des Studios innerhalb des PlayStation-Portfolios bewertet. Verschiedene Alternativen seien geprüft worden, bevor die Entscheidung zur Verkleinerung der Belegschaft gefallen sei. Gleichzeitig betonte Hulst die Bedeutung der vergangenen Arbeit des Studios. Destiny habe die Spielebranche über mehr als ein Jahrzehnt geprägt und jeder Mitarbeiter könne stolz auf seinen Beitrag zur Entwicklung der Reihe sein.
Auch zum Shooter Marathon äußerte sich der PlayStation-Chef. Das Spiel bleibe ein wichtiger Bestandteil des Portfolios von Sony. Das Unternehmen wolle das verbleibende Team weiterhin unterstützen und gleichzeitig an neuen Projekten arbeiten, die sich derzeit noch in einer frühen Entwicklungsphase befinden. Für die betroffenen Mitarbeiter kündigte Sony Unterstützung beim Übergang an. Zudem werde geprüft, ob offene Stellen innerhalb von Sony Interactive Entertainment oder anderer PlayStation-Studios angeboten werden können.
Bereits zuvor hatte Bungie erklärt, dass die Umstrukturierung notwendig geworden sei, nachdem Destiny 2 in den vergangenen Jahren hinter den eigenen Erwartungen geblieben sei und sich zukünftige Projekte noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden.

