Nach einem längeren, rechtlichen Prozess haben sich der koreanische Publisher Krafton und sein Tochterstudio Unknown Worlds („Subnautica 2“) geeinigt. Das gesamte Entwicklerteam wird von Bonuszahlungen profitieren, während CEO Ted Gill seinen Posten niederlegt.
Einigung und Neustart an der Spitze
In einem Akt der Einigung und des Respekts vor den bestehenden Strukturen hat Unknown-Worlds-CEO Ted Gill sein Amt niedergelegt. Dies geschah im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs. „Wir haben uns einvernehmlich getrennt“, erklärte Gill gegenüber Bloomberg News. „Eine neue Führung könnte der beste Weg für das Studio sein, um sich weiterzuentwickeln.“ Krafton und Unknown Worlds haben sich nun gemeinsam dazu entschlossen, gemeinsam nach einem neuen, externen CEO zu suchen. Krafton selbst hat sich bislang nicht zu den Vorgängen geäußert.
Die Einigung könnte sich für die Entwickler von Subnautica 2 als finanziell vorteilhaft erweisen. Das Spiel, das seit seinem Early-Access-Start im Mai bereits über 4 Millionen Mal verkauft wurde, erweist sich als großer Erfolg.
Ursprünglich sah der Übernahmevertrag aus dem Jahr 2021 (Kaufpreis: 500 Millionen US-Dollar) vor, dass leistungsbezogene Boni in Höhe von 250 Millionen US-Dollar nur an das Management und die damalige Stammbelegschaft fließen würden. Die neue Vereinbarung hat jedoch positive Auswirkungen auf das gesamte Studio und alle neuen Mitarbeiter. Die Boni sollen in drei jährlichen Raten ausgezahlt werden. Darüber hinaus sind weitere Anreize für zukünftige Updates des Spiels in Planung.
Hintergrund: Ein bemerkenswerter Rechtsstreit
Dieser Einigung ging ein ereignisreiches Jahr voraus. Im Sommer 2025 kam es zu einem Eklat, als Krafton CEO Ted Gill sowie die Mitgründer Charlie Cleveland und Max McGuire fristlos entlassen wurden. Als Grund wurden mangelnde Sorgfaltspflicht genannt. Das Trio hat mit einer Klage reagiert und behauptet, dass Krafton sie entlassen und die Veröffentlichung von Subnautica 2 bewusst verschoben habe, um sich möglicherweise der Auszahlung eines Bonuses in Höhe von 250 Millionen Dollar zu entziehen.
Im März dieses Jahres ordnete ein Richter in Delaware an, dass Krafton Gill als CEO wiedereingestellt und die Frist für den Bonus verlängert werden müsse. Ein interessanter Aspekt der gerichtlichen Entscheidung ist, dass der CEO von Krafton, Changhan Kim, offenbar sogar die KI ChatGPT konsultiert hat, um zu erörtern, wie das Unternehmen die Zahlung des Millionen-Bonus rechtlich umgehen könnte.
Der aktuelle Vergleich markiert das Ende dieses turbulenten Kapitels in der Geschichte des Studios. „Wir freuen uns sehr über den Erfolg von Subnautica 2“, resümierte der scheidende CEO Ted Gill.

