Ist das Ganze unterhaltsam? Ja. Macht es vielleicht sogar Spaß? Ich kann definitiv zustimmen. Was passiert, wenn man kuschelige Katzenpiloten in gigantische, selbstgebaute Kampfmaschinen setzt und sie in spektakulären Kettenreaktionen aufeinander loslässt?
Genau dieses skurrile Konzept verspricht „Cats In The Shell“. Wir haben uns in den aktuellen Playtest gestürzt, um herauszufinden, was dieser feline Mecha-Tekken-Auto-Battler wirklich drauf hat.
Aller Anfang ist schwer: Fehlende Lore und holpriger Start
Wer bei diesem Titel auf eine tiefgründige Lore oder eine emotionale Hintergrundgeschichte rund um die pelzigen Piloten hofft, wird im Playtest definitiv enttäuscht. Es stand ausschließlich der „Arena-Modus“ zur Verfügung. Wir haben noch keinen Eindruck von einer Story, einer Kampagne oder der eigentlichen Vorgeschichte gewonnen. Hier ist der Fokus ganz klar auf dem reinen Gameplay, also dem Bauen und Kämpfen.
Ganz ungeschminkt und ohne Umschweife: Unser Start war alles andere als glorreich. Wir standen da wie abgestellt und nicht abgeholt. Das integrierte Tutorial war nicht hilfreich. Es bestand nur aus einer Textwüste und hat uns keine Hilfe geboten. Aufgeben kam aber dennoch nicht infrage. Also hieß das Motto: Learning by Doing. Wenn man sich die Zeit nimmt und sich durchbeißt, wird man feststellen: „Cats In The Shell“ ist erstaunlich intuitiv.

Zuschauen statt Mitmischen: Auto Battler Beat ‚em Up
Das eigentliche Kern-Gameplay teilt sich in zwei strikt getrennte Phasen. Zunächst rekrutieren wir Katzenpiloten und schrauben aus einem Arsenal an Teilen und aufwertbaren Modulen unsere Kampfmaschine zusammen.
Sobald es aber in die Arena geht, heißt es: Hände weg! Das Spiel präsentiert sich als waschechtes Auto-Battler-Beat-‚em-Up. Im Kampf selbst gibt es keine direkte Interaktion mehr. Wir beobachten lediglich, wie sich unsere vorherigen Designentscheidungen in automatisierten Kämpfen auswirken.
Das asynchrone PvP ist das große Plus des Spiels. Wir fordern die Mechs anderer echter Spieler heraus, ganz ohne den Druck eines Live-Matchmakings. Das motiviert ungemein und lädt dazu ein, sich fremde Strategien abzuschauen.
Technik-Baustellen: Bugs und Luft nach oben bei der Grafik
Grafisch muss sich das Spiel mit kleineren Brötchen zufriedengeben. Das visuelle Erlebnis hält sich sehr in Grenzen und ist im aktuellen Zustand schlichtweg zweckmäßig. Die Action auf dem Bildschirm ist so spannend, dass das Spiel knapp daran vorbeischrammt, „zu wenig“ zu bieten. Es ist gerade genug los, damit die Kämpfe als „okay“ durchgehen. Beim Design und der Grafik ist hier allerdings definitiv noch extrem viel Luft nach oben. Wir hoffen stark, dass sich bis zur endgültigen Veröffentlichung in diesem Bereich noch einiges tun wird.
Nicht nur in der Arena knirscht das Metall, sondern leider auch in den Menüs.
Vor allem das Hauptmenü und die Sprachauswahl enthalten im aktuellen Playtest noch zahlreiche Bugs. Hier ist dringend ein technischer Feinschliff nötig.

Wenn die Dauerschleife dröhnt: Das Sounddesign
Das Sounddesign könnte über weite Strecken noch etwas variabler gestaltet werden. Die reinen Kampfgeräusche – das Krachen von Stahl und die Explosionen in der Arena – sind durchaus ansprechend und untermalen das Geschehen auf angemessene Weise. Die musikalische Begleitung könnte jedoch noch optimiert werden. Die Hintergrundmusik ist von einer gewissen Kurzweiligkeit, die jedoch in einer hohen Frequenz wiederholt wird, was möglicherweise als etwas störend empfunden werden könnte. Das ausgiebige Tüfteln in der Werkstatt kann sich manchmal als Herausforderung erweisen, insbesondere in Bezug auf die Geduld.
The Review
Cats In The Shell Playtest (PC)
Nicht schlecht! Ein rauer, aber charmanter Baukasten, der grafisch noch zulegen muss und mit Menü-Bugs kämpft, durch sein asynchrones PvP aber Spaß macht.
PROS
- Motivierendes asynchrones PvP
- Befriedigendes Build-Crafting
- Spaßiges Grundkonzept
CONS
- Mangelhafter Einstieg
- Technische Mängel/Fiese Bugs im Hauptmenü
- Monotonie bei Technik & Sound

