Nach den umfangreichen Entlassungen bei id Software machten zuletzt Gerüchte die Runde, Microsoft wolle künftig auf die Unreal Engine setzen und die hauseigene id Tech-Engine aufgeben. Ein neuer Bericht stellt diese Behauptungen nun jedoch infrage.
Im Zuge der Xbox-Umstrukturierung im Juli 2026 verloren bei id Software 136 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Ehemalige Beschäftigte beschrieben die Situation als äußerst einschneidend und sprachen von einem „Blutbad“. Dadurch kamen Spekulationen auf, dass auch die Weiterentwicklung der id Tech-Engine stark beeinträchtigt worden sei.
Laut einem Bericht von Windows Central trifft das jedoch nicht zu. Zwar hätten die Entlassungen die Teams hinter der Engine deutlich getroffen und viel Erfahrung sei verloren gegangen, dennoch arbeiteten weiterhin zahlreiche Entwickler an der Technologie.
Dem Bericht zufolge verfüge Microsoft nach wie vor über ein erfahrenes Team, das sich standortübergreifend um die Weiterentwicklung der id Tech-Engine kümmert. Auch MachineGames, das Studio hinter der Wolfenstein-Reihe, soll weiterhin über entsprechendes Fachwissen verfügen.
Zudem heißt es, Microsoft plane derzeit nicht, id Software oder MachineGames auf die Unreal Engine umzustellen. Stattdessen soll die hauseigene Engine weiterhin die technische Grundlage für künftige Spiele der Studios bilden.
Diese Einschätzung wird durch eine Stellungnahme bestätigt, die Microsoft gegenüber Windows Central abgegeben hat. Darin heißt es, dass Dutzende Mitarbeiter an verschiedenen Standorten weiterhin an id Tech arbeiten. Berichte, wonach in Texas lediglich noch eine einzelne Person für die Engine verantwortlich sei, seien demnach falsch.
Damit deutet aktuell alles darauf hin, dass id Tech auch künftig die Basis für kommende Titel wie DOOM, Wolfenstein und weitere Projekte von id Software und MachineGames bleiben wird. Unabhängig davon dürften die Auswirkungen der jüngsten Entlassungen die Studios noch längere Zeit beschäftigen.

