Die umfangreichen Entlassungen bei Xbox Game Studios Anfang Juli 2026 trafen zahlreiche Studios, darunter auch id Software, das Entwicklerstudio hinter Reihen wie DOOM, Quake und Wolfenstein. Nach den ersten Berichten sorgten sich viele Fans um die Zukunft des Studios. Ein neuer Bericht zeichnet nun jedoch ein etwas positiveres Bild.
Im Zuge der Umstrukturierung verloren zahlreiche Mitarbeiter von id Software ihren Arbeitsplatz. Ehemalige Beschäftigte beschrieben die Situation als äußerst belastend und sprachen von einem „Blutbad“. Dadurch kamen Spekulationen auf, dass das Studio künftig kaum noch in der Lage sein könnte, eigenständig neue Spiele zu entwickeln.
Laut einem Bericht von Windows Central soll dies jedoch nicht der Fall sein. Demnach sei die verbleibende Kernmannschaft von id Software größer als zunächst angenommen.
Journalist Jez Corden berichtet, dass die aktuelle Teamgröße in etwa der Belegschaft entsprechen soll, mit der DOOM (2016) entwickelt und veröffentlicht wurde. Das Spiel gilt bis heute als eines der erfolgreichsten und beliebtesten Titel des Studios.
Gleichzeitig betont der Bericht jedoch, dass die Entlassungen dennoch erhebliche Auswirkungen haben. Mit den betroffenen Mitarbeitern habe das Studio viel Erfahrung und Fachwissen verloren. Welche konkreten Folgen dies langfristig für laufende und zukünftige Projekte haben wird, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen.
Bereits zuvor hatte Windows Central berichtet, dass Microsoft weiterhin an der hauseigenen id Tech-Engine festhalten möchte und zahlreiche Entwickler auch künftig an der Technologie arbeiten. Zudem gebe es aktuell keine Pläne, id Software auf die Unreal Engine umzustellen.
Auch wenn das Studio personell deutlich kleiner geworden ist, deutet der aktuelle Bericht darauf hin, dass id Software weiterhin eigenständig an neuen Spielen arbeiten soll. Ob die kommenden Projekte an den Erfolg früherer Titel anknüpfen können, wird sich allerdings erst in den nächsten Jahren zeigen.

