Brutzellen planen, Arbeitswege optimieren und den eigenen Honig gegen einen hungrigen Bären verteidigen: Beeing Hive von Entwickler und Publisher Marttalin Games zeigt sich im GamingUp Showcase 2026 als entspannte Aufbausimulation mit Clicker- und Management-Elementen. Statt einen Imker vor dem Bienenstock zu spielen, führt dich das Spiel direkt hinein. Dort bestimmst du den Aufbau der Waben, beobachtest die Entwicklung deiner Bienen und sorgst dafür, dass aus einer kleinen Kolonie ein funktionierendes Volk entsteht. Doch Wespen, Motten, ein Specht und andere Gefahren können die aufgebaute Ordnung schnell wieder durcheinanderbringen.
Das zentrale Element ist dabei nicht einfach die Produktion möglichst großer Mengen Honig. Jede Wabenzelle erfüllt eine bestimmte Aufgabe und auch die Bienen übernehmen im Laufe ihres Lebens unterschiedliche Rollen. Dadurch entsteht ein kleines Ökosystem, dessen einzelne Bestandteile voneinander abhängig sind. Werden Waben ungünstig angeordnet, verlängern sich Laufwege. Fehlen wichtige Ressourcen oder geraten die Verkehrswege innerhalb des Stocks durcheinander, arbeitet die Kolonie weniger effizient.
Beeing Hive zeigt das Leben der Bienen aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive. Statt von außen auf einen fertigen Bienenstock zu schauen, gestaltest du dessen innere Wabenstruktur selbst. Dabei stehen unterschiedliche Zelltypen zur Verfügung. Marttalin Games nennt unter anderem Brut-, Lager- und Drohnenzellen, die innerhalb der Waben sinnvoll angeordnet werden müssen. Die Platzierung hat direkte Auswirkungen auf die Kolonie. Kurze Wege können Abläufe effizienter machen, während eine ungünstige Struktur dazu führt, dass Bienen längere Strecken zurücklegen müssen. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, wo Ressourcen gelagert und wo neue Bienen aufgezogen werden. Damit funktioniert der Bienenstock wie eine kleine Produktions- und Logistikkette. Das Ziel besteht nicht ausschließlich darin, möglichst viele Zellen zu bauen. Ihre Position und Funktion müssen aufeinander abgestimmt werden, damit der gesamte Stock möglichst reibungslos arbeitet.
Auch die Bienen selbst besitzen unterschiedliche Aufgaben. Beeing Hive bildet verschiedene Abschnitte ihres Lebenszyklus ab. Die Entwicklung beginnt beim Ei, führt über Larven und junge Bienen und endet schließlich bei unterschiedlichen Aufgaben innerhalb des Stocks. Marttalin Games nennt dabei unter anderem Ammenbienen, Baubienen und Sammlerinnen. Dadurch besitzt nicht jede Biene dieselbe Funktion. Unterschiedliche Rollen werden benötigt, damit die Kolonie wachsen und sich langfristig selbst versorgen kann. Während Ammenbienen beispielsweise für den Nachwuchs wichtig sind, übernehmen andere Tiere den Ausbau der Waben oder verlassen den Stock, um Ressourcen zu sammeln. Spieler müssen deshalb nicht nur die vorhandene Fläche verwalten, sondern auch darauf achten, welche Aufgaben innerhalb der Kolonie gerade besonders wichtig sind. Das Wachstum des Stocks hängt damit von mehreren miteinander verbundenen Systemen ab.
Mit einer größeren Kolonie steigt gleichzeitig der organisatorische Aufwand. Immer mehr Bienen bewegen sich durch den Stock und transportieren Ressourcen zwischen den verschiedenen Bereichen. Genau hier bekommt die Position der einzelnen Waben zusätzliche Bedeutung. Marttalin Games spricht ausdrücklich vom Bienenverkehr innerhalb des Stocks. Wird die Struktur ungünstig aufgebaut, können Wege länger und Abläufe weniger effizient werden. Damit besitzt Beeing Hive Elemente, die an klassische Logistik- und Automatisierungsspiele erinnern. Die Produktionsketten bestehen hier allerdings nicht aus Förderbändern und Fabrikmaschinen, sondern aus Bienen, Waben und natürlichen Ressourcen. Auch der Honigfluss muss im Auge behalten werden. Schließlich benötigt die Kolonie genügend Vorräte, um zu funktionieren und weiterzuwachsen. Jede Entscheidung beim Aufbau kann dadurch Auswirkungen auf andere Bereiche haben. Zusätzliche Brut benötigt Platz und Versorgung, mehr Arbeiter sorgen wiederum für zusätzlichen Verkehr und Ressourcen müssen an geeigneten Stellen gelagert werden.
Neben der Simulation setzt Beeing Hive auf Clicker- beziehungsweise Incremental-Elemente. Ressourcen können durch aktives Klicken gewonnen werden, während der Stock zunehmend ausgebaut und Abläufe optimiert werden. Steam ordnet das Spiel entsprechend unter anderem als Incremental, Colony Sim, Automation und Resource Management ein. Dadurch soll ein Wechsel zwischen aktivem Eingreifen und dem Beobachten der eigenen Kolonie entstehen. Gerade zu Beginn können Spieler stärker selbst eingreifen, während ein besser organisierter Bienenstock zunehmend effizientere Abläufe ermöglicht. Beeing Hive ist deshalb keine reine Idle-Simulation. Marttalin Games beschreibt das Spiel als schnelle, aber taktische Aufbausimulation, bei der neben Planung und Beobachtung auch hektischere Momente entstehen können. Denn selbst ein perfekt organisierter Bienenstock ist nicht vor äußeren Gefahren geschützt.
Außerhalb der Waben wartet eine ganze Reihe natürlicher Gegner. Wespen können den Bienenstock angreifen, während sich Motten deutlich unauffälliger verhalten und den Wachsbestand beschädigen. Damit entstehen unterschiedliche Arten von Bedrohungen. Nicht jedes Problem kündigt sich als direkter Angriff an. Während Wespen unmittelbar bekämpft beziehungsweise abgewehrt werden müssen, können andere Gefahren zunächst unbemerkt Schaden verursachen. Dadurch müssen Spieler den Zustand ihres Stocks regelmäßig beobachten. Das Management beschränkt sich entsprechend nicht darauf, immer größere Produktionsketten aufzubauen. Die bestehende Kolonie muss gleichzeitig geschützt und stabil gehalten werden. Und die kleinen Eindringlinge sind noch nicht einmal das größte Problem.
Denn außerhalb des Bienenstocks gibt es deutlich größere Tiere. Ein Specht kann beginnen, gegen die Behausung der Bienen zu hämmern. Und irgendwann interessiert sich sogar ein hungriger Bär für die Vorräte des Stocks. Damit muss die Kolonie auf Gefahren reagieren, die sie nicht einfach durch eine bessere Wabenanordnung vermeiden kann. Marttalin Games beschreibt den Bienenstock deshalb nicht als vollkommen friedlichen Ort, sondern als kleines Ökosystem, das permanent unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt ist. Das sorgt gleichzeitig für einen Gegenpol zum ansonsten eher ruhigen Aufbau. Zwischen dem Planen neuer Waben, dem Beobachten der Bienen und der Optimierung von Laufwegen können Situationen entstehen, in denen schnell reagiert werden muss. Beeing Hive verbindet dadurch entspannte Management-Phasen mit kurzen hektischeren Abschnitten.
Im Zentrum bleibt allerdings immer die Entwicklung des eigenen Bienenvolks. Marttalin Games möchte sichtbar machen, wie die Kolonie auf Entscheidungen des Spielers reagiert. Werden Waben anders angeordnet, verändern sich die Wege. Eine ineffiziente Struktur kann Ressourcen knapper machen, während eine bessere Organisation die Arbeit des Stocks erleichtert. Dadurch entsteht der Fortschritt nicht nur über größere Zahlen. Der Bienenstock selbst wird zum eigentlichen Management-System. Wo befindet sich die Brut? Wo werden Vorräte gelagert? Wie weit müssen einzelne Bienen laufen? Welche Rollen werden momentan benötigt? Und welche Gefahr bedroht gerade die Kolonie? Diese Fragen greifen ineinander und sollen bestimmen, ob das Bienenvolk wächst oder zunehmend unter Druck gerät.
Optisch setzt Beeing Hive auf eine 2.5D-Darstellung mit Pixelgrafik. Der Fokus liegt dabei auf dem Inneren des Bienenstocks und den einzelnen Waben. Steam führt das Spiel unter anderem mit den Tags Pixel Graphics, Colorful und Nature. Das Spiel ist vollständig auf Singleplayer ausgelegt. Steam Achievements und Steam Cloud sind ebenfalls vorgesehen. Außerdem besitzt Beeing Hive vollständige Controller-Unterstützung und unterstützt unter anderem DualShock- und DualSense-Controller. Bei den Sprachen sind derzeit Deutsch, Englisch und Spanisch für die Benutzeroberfläche bestätigt. Eine Sprachausgabe ist nicht vorgesehen.
Einen konkreten Veröffentlichungstermin für Beeing Hive gibt es derzeit nicht. Bestätigt sind Versionen für Windows-PC und Linux beziehungsweise SteamOS.

