Bei Ubisoft geht der Stellenabbau weiter. Der Konzern will sein finnisches Studio Ubisoft RedLynx schließen. Außerdem fallen bei Ubisoft Singapur 70 Stellen weg. Laut Eurogamer hat Ubisoft die Pläne inzwischen bestätigt.
Ubisoft RedLynx hat kein Projekt mehr
Bei RedLynx arbeiten derzeit rund 52 Menschen. Nach Angaben von Ubisoft hat das Studio aktuell kein eigenes Projekt. Auch eine weitere Verkleinerung würde den Standort laut Konzern nicht dauerhaft retten. Vor der Schließung muss Ubisoft allerdings noch Verhandlungen nach finnischem Recht führen. Das Gesetz schreibt sie für Arbeitgeber ab 50 Beschäftigten vor.
RedLynx entstand im Jahr 2000 in Helsinki und wurde vor allem mit der Trials-Reihe bekannt. Ubisoft übernahm das Studio schließlich 2011. Das letzte große Spiel war Trials Rising aus dem Jahr 2019. Danach sollte sich das Team auf Mobile-Spiele konzentrieren. Allerdings stellte Ubisoft das Mobile-Spiel Gwen’s Getaway bereits im Dezember 2024 ein. Schon im Oktober 2025 kündigte der Konzern außerdem bis zu 60 Entlassungen in Helsinki an. Mit der Schließung steht nun auch die Zukunft von Trials infrage.
Ubisoft Singapur wird kleiner
Ubisoft Singapur gründete sich 2008 und arbeitete an fast allen Teilen von Assassin’s Creed mit. Zuletzt leitete das Studio die Entwicklung von Skull and Bones und Black Flag Resynced. Nun streicht Ubisoft dort 70 Stellen. Laut Konzern soll sich das Studio künftig an neue Anforderungen in der Produktion anpassen. Trotzdem soll es ein wichtiger Teil von Ubisoft bleiben.
Auch Blue Byte in Deutschland betroffen
Die Kürzungen gehören zu einem weltweiten Sparkurs, der auch Deutschland trifft. Erst am 15. Oktober wurde bekannt, dass Ubisoft Blue Byte an den Standorten Düsseldorf, Mainz und Berlin Stellen abbaut. Laut einem Bericht von Game File geht es um rund 100 der etwa 580 Jobs in Deutschland. Ubisoft bestätigte gegenüber GamesWirtschaft, dass der Konzern mit den Betriebsräten über ein Freiwilligenprogramm verhandelt. Eine Einigung gibt es bislang jedoch nicht, und konkrete Zahlen nennt Ubisoft ebenfalls nicht. Laut Game File sollen Betroffene pro Dienstjahr eineinhalb Monatsgehälter als Abfindung erhalten. Offiziell bestätigt hat Ubisoft das allerdings nicht.

