Die weltweiten PC-Auslieferungen sind im dritten Quartal 2026 stark eingebrochen. Laut dem Marktforscher Counterpoint Research gingen sie im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent zurück. Statt 72,2 Millionen wurden nur noch rund 57 Millionen Geräte ausgeliefert.
KI-Boom treibt die Speicherpreise
Hauptgrund sind die stark gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher (DRAM) und SSD-Speicher (NAND). Die Nachfrage aus dem KI-Bereich bindet einen großen Teil der weltweiten Chip-Produktion. PCs und Laptops sind dadurch deutlich teurer als vor einem Jahr. Viele Käufer schieben neue Geräte deshalb auf. Günstige Einsteigermodelle werden zudem seltener.
Alle großen Hersteller verlieren
Marktführer Lenovo lieferte rund 15 Millionen Geräte aus, ein Minus von 23 Prozent. HP verlor mit 31 Prozent am stärksten und kam auf 10,3 Millionen. Dell liegt mit 7,6 Millionen Geräten auf Platz drei (minus 25 Prozent). Dahinter folgen Apple mit 5,6 Millionen (minus 11 Prozent) und ASUS mit 5,2 Millionen (minus 7 Prozent). ASUS ist damit der einzige große Hersteller ohne zweistelligen Rückgang.
Keine schnelle Erholung in Sicht
Für das vierte Quartal 2026 rechnet Counterpoint mit einem noch größeren Minus von 27 Prozent. Für 2027 erwarten die Analysten Auslieferungen auf dem Niveau von 2026. Die Preise für DRAM und NAND sollen erst bis zur ersten Jahreshälfte 2027 langsamer steigen. Speicherhersteller Micron rechnet sogar mit Engpässen bis 2028.
Für Gamer heißt das: Neue Gaming-PCs, Grafikkarten-Systeme und auch Konsolen dürften vorerst teuer bleiben.

