Drei Meldungen vom 26. Oktober zeigen, wie unterschiedlich Firmen ihre Belegschaft verkleinern. Die Spanne reicht vom Freiwilligenangebot bis zu Entlassungen kurz nach einem Release.
Microsoft: Ausstiegsangebot für rund ein Viertel der Belegschaft
Microsoft bietet etwa 60.000 Beschäftigten freiwillige Abfindungen an, rund 27 Prozent der 223.000 Mitarbeitenden. Das Angebot gilt für Beschäftigte bis zur Vice-President-Ebene in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien. Laut Reuters sind unter anderem Teams aus Xbox, Windows + Devices, Copilot, Finanzen und Personal dabei. Marketing, Commercial Business und Security sind ausgenommen.
Das Paket entspricht der üblichen Abfindung, Alters- oder Betriebszugehörigkeitsgrenzen gibt es nicht. Die Entscheidung fällt Anfang Dezember, wer annimmt, scheidet zum 31. Dezember aus. Ein Vorläufer war das erste Frühausstiegsprogramm im Frühjahr. Laut Deadline nahmen dort etwa 30 Prozent der Berechtigten das Angebot an. Die 60.000 sind außerdem nur die Berechtigten, nicht die erwarteten Abgänge. Als Hintergrund nennen Berichte die hohen Investitionen in Rechenzentren für den KI-Boom.
Sucker Punch: 26 Stellen gestrichen
Das Studio hinter Ghost of Yōtei hat laut Bericht von Aftermath 26 Leute entlassen. Die Zahl stammt von einem ehemaligen Mitarbeiter, eine interne Mail nennt Marktbedingungen und den Personalbedarf des nächsten Projekts als Gründe. Sony hat die Kürzungen bisher nicht bestätigt. Die Größenangaben zum Studio schwanken, je nach Quelle trifft es etwa jeden neunten bis achten Beschäftigten. Weitere Details soll die Studioleitung nächste Woche liefern. Welche Rollen betroffen sind, ist offen. Das nächste Projekt ist unbenannt.
Auroch Digital: ein Viertel der Stellen
Das Bristoler Studio hinter Warhammer 40,000: Boltgun 2 hat ein Konsultationsverfahren eröffnet. Es betrifft rund ein Viertel der Stellen, begründet mit der Marktlage. Boltgun 2 erschien am 14. Oktober, die Ankündigung kam zwölf Tage später. Eine genaue Zahl nennt das Studio nicht, Schätzungen liegen bei etwa 25 Personen. Die Unterstützung für Boltgun 2 und Warhammer Survivors soll weiterlaufen.

