Wir schreiben das Jahr 2026. Die Party der Künstlichen Intelligenz ist in vollem Gange, doch die Katerstimmung setzt bereits ein. KI ist mittlerweile so tief in unserem Alltag verwurzelt, dass wir die Grenzen zwischen Realität und synthetischen Inhalten kaum noch erkennen können, egal ob vom generierten Meme bis zur vollautomatisierten Buchhaltung. Doch dieses technologische Wunder fordert einen Preis, der weit über die monatlichen Abo-Gebühren hinausgeht. Die Währung der Zukunft heißt Ampere, Wasser und Kupfer.
Besonders für uns Hardware-Enthusiasten und Gamer wird die Lage spürbar ernst: Der massive Ausbau von KI-Rechenzentren hat den Kupferpreis auf ein historisches Rekordhoch von 13.000 US-Dollar pro Tonne getrieben. Es findet derzeit die wohl größte Kapitalumverteilung der Geschichte statt, bei der allein über 500 Milliarden Dollar in neue Hardware fließen. Die Situation gleicht einem riskanten Karussell, in dem Tech-Giganten wie Nvidia, AMD und Microsoft Chips finanzieren und kaufen, um eine Software-Infrastruktur zu betreiben, deren langfristiger wirtschaftlicher Nutzen oft noch unbewiesen ist.
Diese Artikelserie wirft einen Blick hinter die Kulissen der KI-Blase. Wir analysieren, wie die Gier nach Rechenleistung zu echter Hardware-Knappheit führt, welche geopolitischen Folgen drohen und wer am Ende die Rechnung für diesen gigantischen Energie- und Ressourcenverbrauch zahlen muss. Denn die Unternehmen gelten zwar als „Too Big to Fail“, doch die Kosten trägt die Realwirtschaft und somit auch die außerhalb vom Gaming.
Da das Thema sehr komplex ist unterteilen wir dieses Thema in sechs Kapitel, die in den folgenden Tagen nach einander erscheinen.

