Mit dem kommenden British Columbia DLC betritt American Truck Simulator erstmals kanadisches Terrain. Verantwortlich für das Projekt ist Davido, der als DLC Lead die visuelle Entwicklung der Erweiterung koordiniert und ein Team von 14 Map-Designern führt. Neben organisatorischen Aufgaben wie Planung, Qualitätskontrolle, Abstimmung mit anderen Abteilungen und Berichterstattung an das Management arbeitet er teilweise auch selbst an der Karte mit, unter anderem soll die Stadt Kelowna von ihm umgesetzt werden.
British Columbia ist flächenmäßig enorm und lässt sich grob mit der kombinierten Größe von Texas, Oklahoma und Kansas vergleichen. Da große Teile der Provinz jedoch aus dünn besiedelter Wildnis oder Inseln bestehen, wird nicht das gesamte Gebiet umgesetzt. Geplant ist, etwa zwei Drittel der Provinz mit wichtigen Städten und Verkehrsachsen abzubilden. Der Arbeitsaufwand soll damit ungefähr dem Anderthalb- bis Zweifachen eines üblichen US-Bundesstaat-DLCs entsprechen.
Neue Herausforderungen für ATS
Mit British Columbia verlässt das Spiel erstmals die USA. Das bringt neue Rahmenbedingungen mit sich: Kanada nutzt das metrische System, verfügt über eigene Verkehrsregeln, Beschilderungen und architektonische Besonderheiten. Zudem werden erstmals Grenzübergänge ins Spiel integriert.
Als größte Herausforderung gelten jedoch die Landschaften. British Columbia ist geprägt von Gebirgen, Felsformationen, dichten Wäldern und zahlreichen Seen. Höhenunterschiede und kurvenreiche Straßen stellen hohe Anforderungen an die Map-Designer. Der Erfahrungsaustausch innerhalb des Teams spielt dabei eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Gestaltung komplexer Gebirgsabschnitte.
Recherche vor Ort
Ein Teil des Teams reiste im vergangenen Jahr nach British Columbia, um sich ein Bild der Region zu machen. Die Reise führte unter anderem nach Vancouver, wo Innenstadt, Hafenanlagen und Containerterminals dokumentiert wurden. Weitere Stationen waren Whistler, Kamloops mit umliegenden Industriegebieten, sowie der Rogers Pass nahe der Grenze zu Alberta. Auf dem Rückweg besuchte das Team das Okanagan Valley mit Städten wie Kelowna und Osoyoos.
Solche Reisen dienen dazu, Größenverhältnisse, Industrieabläufe, Landschaftsstrukturen und architektonische Details möglichst realitätsnah erfassen zu können.
Städte, Industrie und Atmosphäre
Im Vergleich zu vielen US-Bundesstaaten wird British Columbia stärker von Natur und Industrie geprägt sein. Vancouver stellt die einzige Metropole dar, während viele kleinere Städte weniger markante Verwaltungs- oder Landmark-Gebäude bieten als typische US-Städte. Große Truck-Stop-Ketten, wie sie aus den USA bekannt sind, sind ebenfalls seltener vertreten.
Dafür stehen Landschaft und spezielle Industriezweige im Vordergrund. Häfen, Bergwerke, Papierfabriken sowie Forstwirtschaft sollen eine wichtige Rolle spielen. Vancouver und dessen Umgebung gelten als zentrale Bestandteile der Erweiterung. Auch die Hauptstadt Victoria ist geplant, obwohl sie während der Recherche nicht besucht werden konnte.
Meilenstein für American Truck Simulator
Mit British Columbia erweitert American Truck Simulator sein Einsatzgebiet erstmals offiziell über die Grenzen der USA hinaus. Die Umsetzung eines neuen Landes mit eigener Infrastruktur, Kultur und Topografie erfordert umfangreiche Vorbereitung und Koordination. Der Fokus der Erweiterung liegt auf abwechslungsreicher Natur, industriellen Standorten und einer eigenständigen Atmosphäre innerhalb der Spielwelt.
Alle gezeigten Inhalte befinden sich weiterhin in Entwicklung und können sich bis zur Veröffentlichung ändern.

