Das Hamburger Entwicklerstudio ROCKFISH Games erhält eine staatliche Förderung in Höhe von 8 Millionen Euro für die Entwicklung eines neuen Spiels der EVERSPACE-Reihe. Die Mittel stammen vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Nach Angaben des Studios handelt es sich um die höchste Fördersumme, die bisher aus diesem Programm an einen deutschen Spieleentwickler vergeben wurde. Die Förderung wird über einen Zeitraum von fünf Jahren ausgezahlt.
Unterstützung für Entwicklung und neue Arbeitsplätze
Mit der finanziellen Unterstützung soll die Entwicklung des nächsten EVERSPACE-Titels vorangetrieben werden. Gleichzeitig plant das Studio, sein Team zu erweitern und neue Arbeitsplätze zu schaffen.
ROCKFISH Games ist ein unabhängiges Entwicklerstudio, das seine Spiele selbst veröffentlicht. Ein Großteil der Einnahmen des Unternehmens stammt aus internationalen Verkäufen.
EVERSPACE-Reihe begann mit Crowdfunding
Das Studio wurde vor allem durch die Weltraum-Actionspielreihe EVERSPACE bekannt. Der erste Teil entstand mit Unterstützung einer Crowdfunding-Kampagne im Jahr 2015 und entwickelte sich zu einem erfolgreichen Titel.
Nach Angaben des Studios wurden insgesamt mehr als 2,4 Millionen Einheiten der Reihe auf PC und Konsolen verkauft.
Erweiterung des Universums in früheren Projekten
Auch frühere Projekte der Reihe wurden teilweise durch staatliche Förderung unterstützt. Dazu gehört unter anderem die Erweiterung EVERSPACE 2: Wrath of the Ancients, die neue Sternensysteme, ein zusätzliches Raumschiff und weitere Story-Inhalte eingeführt hat.
Mehr als 25 Entwickler aus Deutschland waren an der Produktion beteiligt.
EVERSPACE 2 wurde außerdem beim Deutschen Computerspielpreis 2024 als Bestes Deutsches Spiel ausgezeichnet.
Förderprogramm für deutsche Spieleentwicklung
Das Förderprogramm des Bundesministeriums unterstützt die Entwicklung von Videospielen mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen von bis zu 50 Prozent der Projektkosten.
Je nach Projektumfang können Entwickler Fördermittel zwischen 300.000 Euro und maximal 8 Millionen Euro pro Projekt erhalten.
In den vergangenen Jahren wurde das Budget des Programms erhöht und liegt inzwischen bei über 120 Millionen Euro pro Jahr.

