Die Fallout-Reihe zählt zu den bekanntesten postapokalyptischen Marken der Spielebranche. Neben zahlreichen Spielen hat das Franchise zuletzt auch durch eine erfolgreiche Serienadaption weiter an Bedeutung gewonnen. Nun hat ein langjähriger Entwickler von Bethesda Game Studios Einblicke gegeben, wie sich der interne Umgang mit der Marke über die Jahre verändert hat.
In einem aktuellen Interview erklärte Emil Pagliarulo, seit vielen Jahren als Autor und Designer bei Bethesda tätig, dass sich das Studio lange Zeit nicht vollständig kreativ frei mit Fallout gefühlt habe. Zwar erhielt Bethesda bereits 2004 die Lizenz zur Entwicklung von Fallout 3 und kaufte die Marke 2007 vollständig, doch intern sei Fallout 3 vor allem als Übergangsprojekt verstanden worden.
Der Fokus lag laut Pagliarulo darauf, die früheren Teile der Reihe zu respektieren und deren Vermächtnis zu bewahren. Als erstes von Bethesda entwickeltes Fallout-Spiel habe man bewusst vorsichtig agiert und stark auf bestehende Elemente gesetzt.
Mehr kreative Freiheit ab Fallout 4
Erst mit Fallout 4, das 2015 erschien, habe sich das Studio kreativer sicher gefühlt. Zu diesem Zeitpunkt sei das Team nicht mehr ausschließlich von Nostalgie und Rücksicht auf frühere Titel geleitet gewesen, sondern habe sich stärker darauf konzentriert, neue Inhalte und Ideen umzusetzen.
Pagliarulo machte dabei deutlich, dass der Besitz einer Marke nicht automatisch bedeute, sich auch kreativ vollständig mit ihr verbunden zu fühlen. Dieses Gefühl habe sich bei Bethesda erst mit der Zeit entwickelt.
Einordnung innerhalb der Fallout-Reihe
Zwischen Fallout 3 und Fallout 4 erschien mit Fallout: New Vegas ein weiterer Haupttitel, der von Obsidian Entertainment entwickelt und von Bethesda veröffentlicht wurde. Zudem veröffentlichte Bethesda kurz vor Fallout 4 mit Fallout Shelter einen Ableger für mobile Plattformen.
Aktuell werden innerhalb der Reihe vor allem Fallout 76 und Fallout Shelter weiterhin regelmäßig mit neuen Inhalten versorgt. Ein nächster Hauptteil der Serie wurde bislang nicht offiziell angekündigt.

