Hideki Sato, langjähriger Hardware-Designer bei Sega, ist am 13. Februar im Alter von 77 Jahren verstorben. Das berichtete das japanische Medium Beep21 über seine Social-Media-Kanäle.
Sato gilt als prägende Figur hinter mehreren Sega-Konsolen und wird häufig als „Vater der Sega-Hardware“ bezeichnet. Während der Hochphase des Konsolenwettbewerbs zwischen Sega und Nintendo leitete er die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens.
Design des Mega Drive: Inspiriert von Audiogeräten
Im Rückblick auf die Entwicklung des Sega Mega Drive, in Nordamerika als Sega Genesis bekannt – erklärte Sato in einem Interview mit Famitsu, dass das Design bewusst an ein Audiogerät angelehnt wurde.
Die Konsole sollte wie ein hochwertiger Musikplayer wirken. Deshalb wurde das Gehäuse schwarz gestaltet und mit einem goldenen „16BIT“-Schriftzug versehen. Laut Sato war der Goldaufdruck kostspielig, sollte aber die Bedeutung als erste 16-Bit-Heimkonsole deutlich unterstreichen.
Vision für die Dreamcast: Kabellose Controller
Auch bei der Entwicklung der Sega Dreamcast, Segas letzter eigener Konsole, brachte Sato eigene Vorstellungen ein. Er hätte sich ein stärker würfelförmiges Design gewünscht, ähnlich späterer Konsolen. Besonders wichtig war ihm jedoch ein anderes Detail: kabellose Controller.
Laut eigenen Aussagen störten ihn lange Kabel bereits damals. Wireless-Controller setzten sich allerdings erst Jahre später als Standard durch, unter anderem mit der Generation von PlayStation 3 und Xbox 360.
Mit dem Tod von Hideki Sato verliert die Branche einen Entwickler, der maßgeblich an der Gestaltung mehrerer Konsolengenerationen beteiligt war und die Hardware-Identität von Sega entscheidend geprägt hat.

