Nvidia-CEO Jensen Huang hat sich kritisch zu der öffentlichen Debatte rund um Künstliche Intelligenz geäußert. In einem aktuellen Podcast sprach er sich gegen stark negative Darstellungen von KI aus und warnte davor, dass solche Erzählungen der Technologie und ihrer Entwicklung schaden könnten.
In der Diskussion ging es unter anderem um das Konzept einer allmächtigen sogenannten „God AI“. Huang erklärte, dass es aus seiner Sicht derzeit keine realistische Möglichkeit gebe, eine solche Form von KI zu entwickeln.
Er verwies darauf, dass eine solche künstliche Intelligenz mehrere hochkomplexe Bereiche gleichzeitig vollständig beherrschen müsste, darunter menschliche Sprache, Genetik, Molekularbiologie, Proteinstrukturen und physikalische Zusammenhänge. Eine derart umfassende KI existiere nach seinem Kenntnisstand nicht.
KI als nächste Entwicklungsstufe der Computertechnik
Huang ordnete Künstliche Intelligenz als nächste große Entwicklungsstufe der Computerindustrie ein. Viele Branchen seien bereits heute auf KI angewiesen oder würden künftig davon profitieren. Er betonte, dass die technologische Weiterentwicklung nicht gestoppt werden könne, nur weil langfristige Zukunftsszenarien diskutiert würden.
Gleichzeitig wies er die Vorstellung zurück, dass einzelne Unternehmen, Staaten oder Organisationen eine allmächtige Kontrolle über KI erlangen könnten. Solche Annahmen bezeichnete er als überzogen und wenig hilfreich für eine sachliche Diskussion.
Negative Debatten schaden laut Huang der Gesellschaft
Mit Blick auf die öffentliche Wahrnehmung von KI erklärte Huang, dass stark pessimistische Darstellungen zuletzt spürbare negative Auswirkungen gehabt hätten. Er kritisierte insbesondere apokalyptische Zukunftsbilder, die häufig aus der Science-Fiction übernommen würden.
Solche Narrative seien aus seiner Sicht weder für die Gesellschaft noch für Regierungen oder die technologische Entwicklung hilfreich. Stattdessen stellte er infrage, welches Ziel mit der Verbreitung solcher Angstbilder verfolgt werde.
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