Im Zuge neu veröffentlichter Unterlagen rund um den Fall Jeffrey Epstein sind Vorwürfe gegen den früheren Rockstar-North-Präsidenten Leslie Benzies bekannt geworden. Die Anschuldigungen stammen aus einer schriftlichen Aussage von Sarah Ransome, die zu den bekannten Betroffenen im Umfeld von Epstein und Ghislaine Maxwell zählt.
In einem Dokument, das im Rahmen weiterer Veröffentlichungen aus Ermittlungsakten publik wurde, schildert Ransome persönliche Vorwürfe gegen Benzies. Zudem wird in diesem Zusammenhang auch Sam Houser, Mitgründer von Rockstar Games, namentlich erwähnt. Nach aktuellem Stand beziehen sich diese Nennungen ausschließlich auf Ransomes Darstellung. Eine direkte Verbindung der Genannten zu Epstein oder zu dessen nachgewiesenen Straftaten wird in den Unterlagen nicht hergestellt.
Die Veröffentlichung soll Teil einer größeren Sammlung von Dokumenten sein, die im Zusammenhang mit laufenden juristischen Auseinandersetzungen und Anfragen an US-Behörden stehen. Ransome führt darin eine Liste möglicher Zeugen und Personen auf, die ihrer Ansicht nach Kenntnisse über relevante Vorgänge gehabt haben könnten.
Leslie Benzies verließ Rockstar North im Jahr 2016 und gründete anschließend das Studio Build a Rocket Boy. Von offizieller Seite gibt es bislang keine Stellungnahme zu den aktuellen Vorwürfen, weder von Benzies selbst noch von Houser, Rockstar oder Build a Rocket Boy.
Die Unterlagen sorgen derzeit vor allem in Online-Communities für Diskussionen. Ob und welche rechtlichen Schritte aus den neuen Veröffentlichungen folgen könnten, ist derzeit offen.

