SEGA hat sich in einem aktuellen Finanzgespräch mit Investoren zu den Entwicklungskosten seiner Spiele sowie zu zukünftigen Verkaufsstrategien geäußert. Dabei erklärte CEO Haruki Satomi, dass die Entwicklungskosten der eigenen Titel im Vergleich zu vielen anderen AAA-Spielen der Branche niedriger ausfallen.
Diese Kosteneffizienz habe jedoch nicht automatisch zu höheren Verkaufszahlen geführt.
Fokus künftig stärker auf Marketing und Vertrieb
Um die Verkaufszahlen zu steigern, plant das Unternehmen nun Änderungen bei Marketing und Vertriebsstrategien. Laut Satomi sieht SEGA vor allem in diesem Bereich noch Verbesserungspotenzial.
Ein Schwerpunkt soll künftig auf besserer Datenanalyse im digitalen Vertrieb liegen. Dadurch möchte das Unternehmen seine Verkaufsstrategien optimieren und neue Möglichkeiten für steigende Umsätze schaffen.
Parallel dazu will SEGA weiterhin seine Entwicklungsprozesse und Produktionsabläufe verbessern.
Wertberichtigung bei Rovio in Höhe von rund 200 Millionen Dollar
Im Rahmen des Finanzberichts wurde außerdem eine Wertberichtigung im Zusammenhang mit Rovio erwähnt. Die Muttergesellschaft Sega Sammy Holdings meldete für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Abschreibungsbetrag von rund 31,3 Milliarden Yen, was etwa 205 Millionen US-Dollar entspricht.
SEGA hatte das Studio Rovio, bekannt für die Reihe Angry Birds, im August 2023 vollständig übernommen.
Der Abschreibungsbetrag wurde unter anderem mit der schwächeren Leistung des Spiels Sonic Rumble begründet.
Fokus künftig auf bekannte Marken
Für die Zukunft plant das Unternehmen laut Satomi, die gewonnenen Erkenntnisse bei kommenden Projekten zu berücksichtigen. Gleichzeitig soll der Fokus stärker auf etablierten Marken liegen.
Dazu zählen unter anderem Angry Birds und Sonic.
Darüber hinaus arbeitet SEGA derzeit auch an weiteren Projekten rund um klassische Marken wie Streets of Rage und Golden Axe, die künftig unter anderem im Bereich Animation umgesetzt werden sollen.

