Sollte die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance genehmigt werden, steht eine große Veränderung im Streaming-Markt bevor: Paramount+ und HBO Max sollen zu einem gemeinsamen Streamingdienst verschmelzen. Das bestätigte Paramount-CEO David Ellison während einer Telefonkonferenz am 2. März 2026.
Laut Ellison ist vorgesehen, die beiden Plattformen nach Abschluss der Übernahme zusammenzuführen. Details zu einem neuen Namen, Preisstruktur oder Starttermin wurden bislang nicht genannt.
Ein zentraler Punkt der Strategie: Die Marke HBO soll weiterhin eigenständig bleiben. Ellison betonte, dass HBO innerhalb des neuen Angebots weitgehend unabhängig arbeiten soll, da das Label weiterhin als wichtige Premium-Marke im Serien- und Filmgeschäft gilt.
Kinoauswertung bleibt Bestandteil der Strategie
Neben den Streaming-Plänen sprach Ellison auch über die zukünftige Veröffentlichungspolitik für Filme. Demnach soll weiterhin ein Kinozeitfenster von rund 45 Tagen bestehen, bevor Produktionen auf Streaming- oder On-Demand-Plattformen erscheinen.
Damit wolle man die klassische Kinoauswertung weiterhin als wichtigen Bestandteil der Filmveröffentlichung erhalten.
Fokus auf starke Marken und Inhalte
Im Bereich Fernsehen erklärte Ellison, dass künftig vor allem Inhalte mit hoher Zuschauerbindung im Mittelpunkt stehen sollen. Gleichzeitig stellte er klar, dass keine Reduzierung der Produktionsaktivitäten geplant sei.
Auch ein Verkauf von übernommenen Unternehmensbereichen sei aktuell nicht vorgesehen. Dazu zählen unter anderem bekannte Marken und Sender wie TNT oder CNN, die Teil von Warner Bros. Discovery sind.
Hintergrund zur Übernahme
Die geplante Fusion geht auf Entwicklungen Ende Februar zurück. Nachdem Netflix sein Angebot für Warner Bros. Discovery nicht erhöht hatte, galt das überarbeitete Angebot von Paramount Skydance als wirtschaftlich attraktiver. Seitdem laufen die regulatorischen Prüfungen der Übernahme.

