Nach dem Führungswechsel bei Microsoft Gaming hat sich Xbox-CEO Asha Sharma erneut zur zukünftigen Ausrichtung der Marke geäußert. Dabei geht es vor allem um eine zentrale Frage: Wie Xbox seine Spielerbasis halten und gleichzeitig wachsen will, während immer mehr Plattformen um Aufmerksamkeit konkurrieren.
Im Jahr 2026 konkurrieren Videospiele nicht mehr nur untereinander. Auch soziale Netzwerke, Streaming-Dienste und andere digitale Angebote kämpfen um die Zeit der Nutzer. Plattformen wie YouTube oder TikTok stehen ebenso im Wettbewerb wie Streamingdienste oder klassische Gaming-Ökosysteme.
Vor diesem Hintergrund überprüft Xbox aktuell seine langfristige Strategie. Nach dem Rücktritt von Phil Spencer und dem Wechsel an der Unternehmensspitze soll der Fokus stärker auf den bestehenden Spielern liegen.
Fokus auf Kernzielgruppe statt kurzfristiger Trends
In einem Interview erklärte Sharma, dass Xbox zwar weiterhin neue Zielgruppen erreichen möchte, dies jedoch nicht auf Kosten der bisherigen Community passieren soll.
Entwickler innerhalb der Xbox-Studios sollen laut ihr nicht gezwungen werden, ihre Projekte an kurzfristige Trends oder neue Plattformbewegungen anzupassen. Stattdessen sei es wichtiger, dass Teams ihrer eigenen kreativen Ausrichtung treu bleiben.
Neue Zielgruppen oder Communities wolle man nur dann gezielt ansprechen, wenn dies sinnvoll in bestehende Strategien integriert werden könne.
Wachstum soll kontrolliert erfolgen
Die neue Führung betont damit einen vorsichtigeren Ansatz beim Wachstum. Investitionen in neue Bereiche seien weiterhin möglich, würden aber einzeln bewertet statt pauschal verfolgt.
Das Ziel sei es, Spieler langfristig zu binden und gleichzeitig die Identität der Marke sowie der einzelnen Entwicklerstudios zu bewahren.

