Nach dem Führungswechsel bei Microsoft Gaming hat sich Xbox-Chief-Content-Officer Matt Booty zur Rolle von künstlicher Intelligenz innerhalb der Spieleentwicklung geäußert. Dabei stellte er klar, dass es aktuell keine Vorgaben von Microsoft gibt, KI verpflichtend in Projekten einzusetzen.
Im Februar 2026 kam es zu großen Veränderungen bei Xbox: Phil Spencer trat in den Ruhestand, während Xbox-Präsidentin Sarah Bond das Unternehmen verließ. Neue CEO von Microsoft Gaming wurde Asha Sharma, zuvor Leiterin der CoreAI-Abteilung bei Microsoft. Matt Booty übernahm parallel die Rolle des Chief Content Officers.
Durch Sharmas bisherigen KI-Hintergrund entstand schnell die Frage, ob Microsoft künftig stärker auf künstliche Intelligenz in Spielen setzen könnte.
Entwickler entscheiden selbst über Einsatz von KI
In einem Interview erklärte Booty nun, dass es keine zentrale Anweisung gebe, KI verpflichtend zu nutzen. Studios innerhalb der Xbox-Organisation könnten selbst entscheiden, welche Technologien sie verwenden möchten.
KI könne laut Booty vor allem unterstützend eingesetzt werden, etwa bei Aufgaben innerhalb der Entwicklungspipeline. Dazu zählen beispielsweise Hilfe beim Programmieren oder beim Finden von Fehlern im Code.
Eine feste Strategie, KI als Standard in der Spieleentwicklung durchzusetzen, existiere derzeit nicht.
KI soll Entwicklung unterstützen, nicht ersetzen
Booty betonte außerdem, dass der Einsatz neuer Technologien die kreative Arbeit der Entwickler ergänzen solle. Gleichzeitig verwies er auf Aussagen von CEO Asha Sharma, wonach Spiele weiterhin als von Menschen geschaffene Kunst verstanden werden.
Damit soll sichergestellt werden, dass technische Hilfsmittel die Produktion unterstützen, ohne kreative Prozesse oder Inhalte vollständig zu automatisieren.

