Der deutsche Sprach- und Chatdienst TeamSpeak berichtet aktuell von einem deutlichen Anstieg neuer Nutzer. Nach Angaben des Unternehmens sei die Nachfrage in einigen Regionen, darunter die USA, so stark gestiegen, dass die Serverkapazitäten zeitweise ausgelastet waren. Konkrete Zahlen wurden bislang nicht veröffentlicht.
Im Fokus der Diskussion steht auch der Konkurrent Discord, der ab März weltweit verstärkt auf Altersverifikationsmaßnahmen setzen will. Geplant sind unter anderem Gesichtsscans sowie die Überprüfung von Ausweisdokumenten. Hintergrund sind gesetzliche Vorgaben und strengere Regelungen zum Jugendschutz in verschiedenen Ländern.
With the incredible surge of new users joining TeamSpeak and subscribing to communities, current hosting capacity has been reached in many regions, especially in the United States. We’re working on expanding availability across additional regions.
Thank you for your patience as… pic.twitter.com/nyzjirx9VM
— TeamSpeak (@teamspeak) February 14, 2026
Altersverifikation wird ausgeweitet
In Großbritannien verpflichtet der Online Safety Act Plattformen dazu, wirksame Alterskontrollen einzuführen. Premierminister Keir Starmer betonte zuletzt, dass soziale Netzwerke beim Schutz von Minderjährigen keine Ausnahmen erhalten sollen.
Discord erklärte, dass nicht alle Nutzer zwingend eine vollständige Altersprüfung durchlaufen müssen. In einigen Fällen könne das Alter anhand bereits vorhandener Informationen geschätzt werden. Gleichzeitig gab es Berichte über einen früheren Sicherheitsvorfall, bei dem zehntausende Fotos im Zusammenhang mit Altersnachweisen betroffen gewesen sein sollen.
In Großbritannien testet Discord zudem ein Altersverifizierungsverfahren mit dem externen Dienstleister Persona. Zu den Investoren von Persona gehört unter anderem Peter Thiel.
TeamSpeak ohne verpflichtende Altersprüfung
Während Discord seine Kontrollen ausweitet, kommt TeamSpeak derzeit ohne verpflichtende Altersverifikation aus. Bei Tests konnten Nutzer ohne zusätzliche Altersabfrage auf öffentliche 18+-Chats zugreifen. Ob dies langfristig so bleibt, ist offen, da gesetzliche Vorgaben auch hier Änderungen erforderlich machen könnten.
Wer einen eigenen privaten Sprachserver bei TeamSpeak betreiben möchte, kann diesen gegen eine monatliche Gebühr mieten. Dafür werden Zahlungsdaten benötigt.
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass Fragen rund um Datenschutz und Altersprüfung bei Kommunikationsplattformen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

