Beim Summer Game Fest 2026 kam eine Ankündigung, die mehr war als nur ein neuer Trailer. Es war der finale Akt von einem der unglaublichsten Rachefeldzüge in der Gaming-Geschichte. Patrice Désilets hat 1666 Amsterdam enthüllt. Jenes Spiel, das ihm Ubisoft vor über einem Jahrzehnt wegnahm, als sie ihn kurzerhand vor die Tür setzten. Heute feiert Désilets seinen Triumph als unabhängiger Entwickler, während sein ehemaliger Arbeitgeber in der tiefsten kreativen Krise seiner Geschichte steckt. Aber Désilets ist kein Einzelfall. Wenn man sich die letzten 30 Jahre von Ubisoft anschaut, sieht man ein trauriges Muster: Der einstige Pionier hat sich zu einer Art Formel-Fabrik entwickelt, die ihre größten Talente systematisch vertreibt.
In dieser Reihe schauen wir uns täglich an, wie es passieren konnte, dass die einstige erfolgreiche Talent- und Ideenschmiede zum Schatten seines selbst wurde, wo Talente gehen und gegangen wurden, welche dann mit ihren eigenen Visionen einen Erfolg erschufen.
Kapitel 1: Die 1990er und 2000er Pionierjahre
Kapitel 2: Die 2010er, der Anfang des Ende
Kapitel 3: Die 2020er und der endgültige Verlust der eigenen Identität

