Nur wenige Tage nach Sonys Ankündigung, die Produktion neuer PlayStation-Spiel-Discs ab Januar 2028 einzustellen, hat CEO Hiroki Totoki einen großen Teil seiner Unternehmensanteile verkauft. Das geht aus einer aktuellen Meldung bei der US-Börsenaufsicht SEC hervor.
Demnach veräußerte Totoki am 3. Juli insgesamt 225.000 Sony-Aktien zu einem Preis von 21,02 US-Dollar pro Aktie. Der Verkauf brachte dem 61-Jährigen rund 4,7 Millionen US-Dollar ein. Mit der Transaktion trennte sich Totoki von rund 56 Prozent seiner bisherigen Beteiligung an Sony. Nach dem Verkauf hält er noch 173.250 Aktien des Unternehmens.
Totoki war dabei nicht der einzige Sony-Manager, der Aktien veräußerte. Ebenfalls am 3. Juli verkaufte Chief Strategy Officer Toshimoto Mitomo insgesamt 25.000 Aktien zum gleichen Kurs von 21,02 US-Dollar. Der Verkauf entsprach rund 18 Prozent seines Aktienbestands und brachte ihm etwa 525.500 US-Dollar ein.
Ob zwischen den Aktienverkäufen und der kurz zuvor veröffentlichten Entscheidung zum Ende physischer PlayStation-Spiele ein Zusammenhang besteht, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Solche Verkäufe können zahlreiche persönliche oder finanzielle Gründe haben und sind bei börsennotierten Unternehmen grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.
An der Börse zeigte sich Sony von den Verkäufen bislang weitgehend unbeeindruckt. Der Aktienkurs notierte nach den Transaktionen sogar leicht höher und legte seit der Ankündigung zum Ende der Disc-Produktion insgesamt um rund sechs Prozent zu.
Unterdessen hält die Diskussion um Sonys Entscheidung weiter an. Die Petition „Don’t Kill the Disc“ auf Change.org hat inzwischen mehr als 220.000 Unterschriften gesammelt. Viele Spieler kritisieren insbesondere den schrittweisen Abschied von physischen Datenträgern und sorgen sich um Themen wie Spielebesitz, Weiterverkauf und langfristige Archivierung.
Eine offizielle Stellungnahme zur anhaltenden Kritik oder zur Petition hat Sony bislang weiterhin nicht veröffentlicht.

