Für Electronic Arts (EA) steht eine der größten Veränderungen der Unternehmensgeschichte bevor. Der Publisher hat bekannt gegeben, dass alle notwendigen behördlichen Genehmigungen für die geplante Übernahme vorliegen. Damit soll der milliardenschwere Verkauf des Unternehmens bereits am 4. August 2026 abgeschlossen werden. Mit dem Vollzug endet zugleich die Zeit von Electronic Arts als börsennotiertes Unternehmen.
Die Übernahme wurde bereits im September 2025 angekündigt und hat ein Gesamtvolumen von rund 55 Milliarden US-Dollar. Nach Unternehmensangaben fehlen nun lediglich die letzten üblichen Abschlussbedingungen, bevor der Deal offiziell vollzogen werden kann. Angeführt wird das Käuferkonsortium unter anderem vom Public Investment Fund (PIF) aus Saudi-Arabien sowie den Investmentgesellschaften Silver Lake und Affinity Partners. Nach Abschluss der Transaktion soll der PIF mehr als 93 Prozent der Unternehmensanteile halten.
Trotz des Eigentümerwechsels soll sich an der Unternehmensführung zunächst nichts ändern. Andrew Wilson bleibt weiterhin Chief Executive Officer von Electronic Arts. Auch der Firmensitz in Redwood City, Kalifornien, soll bestehen bleiben. Ursprünglich sollte die Übernahme bereits zum Ende des Geschäftsjahres im Juni 2026 abgeschlossen werden. Aufgrund ausstehender Genehmigungen verschob sich der Termin jedoch um rund einen Monat.
Ein Teil der Finanzierung erfolgt über neue Kredite. Nach Abschluss der Übernahme wird Electronic Arts rund 20 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Schulden übernehmen. Bereits seit der Ankündigung des Verkaufs kam es innerhalb des Unternehmens zu mehreren Entlassungswellen. Mitarbeitende verschiedener Studios, darunter auch BioWare, äußerten zuletzt Sorgen, dass die Übernahme weitere Stellenstreichungen nach sich ziehen könnte. Ob es nach dem Eigentümerwechsel tatsächlich zu weiteren Umstrukturierungen kommt, ist bislang jedoch nicht bekannt.
Mit dem Abschluss der Transaktion endet für Electronic Arts eine mehr als drei Jahrzehnte lange Zeit als börsennotiertes Unternehmen. Welche Auswirkungen der neue Eigentümer langfristig auf die Strategie des Publishers und seine bekannten Marken haben wird, bleibt abzuwarten.

