Auf der diesjährigen gamescom durften wir einen ersten Blick auf „Afterworld“ werfen, das neue Grand-Strategy-Epos aus dem Hause Paradox Interactive. Auch wenn die knappe Messezeit kaum ausreicht, um ein solches Schwergewicht vollends zu durchdringen, steht für uns schon jetzt fest: Hier kommt ein echtes Highlight auf Strategie-Fans zu.
Wenn Paradox Interactive ein neues Spiel ankündigt, wissen Strategie-Veteranen genau, worauf sie sich einlassen: Wunderschöne, enorm tiefgreifende und hochkomplexe Spielerfahrungen, für die man gefühlt 100 Stunden braucht, um sie auch nur ansatzweise zu verstehen. Genau mit dieser faszinierenden Lernkurve wurden wir auch bei unserer Hands-on-Demo zu Afterworld auf der gamescom konfrontiert. Das ist keineswegs als negative Kritik zu verstehen, im Gegenteil, es ist genau das, was Fans an den Schweden so lieben. Auf einer lauten Messe ist die knappe Spielzeit allerdings der größte Feind.
Von Bunker-Bewohnern zu Pazifisten mit grünem Daumen
Zu Beginn unserer Session durften wir die Ursprünge unseres Stammes festlegen. Unsere Wahl fiel auf eine Gruppe zäher Bunker-Bewohner, die sich im Verlauf unserer kurzen Anspielzeit kurioserweise zu überzeugten Vegetariern entwickelten. Ein schönes Beispiel dafür, wie dynamisch man seine Fraktion formen kann.
Das Spielgeschehen ist im postapokalyptischen Nordamerika angesiedelt. Um ehrlich zu sein, da wir keinen allzu großen Bezug zu den USA haben, war uns der exakte geografische Schauplatz relativ egal. Wichtiger ist, dass die Welt atmosphärisch als postapokalyptisches Ödland absolut überzeugen kann und gut aussieht.
Erste Schritte im Ödland
Aufgrund der knappen Zeit verbrachten wir den Großteil unserer Session damit, die grundlegenden Mechaniken zu verinnerlichen. Besonders das Scouting-System und die Ansiedlung unseres Stammes standen im Fokus. Man spürt sofort das enorme Potenzial unter der Haube. Ein Feature, das wir immerhin kurz antesten konnten, war der „Ideas Tree“, der Technologiebaum des Spiels. Dieser machte bereits in der Demo einen ziemlich guten und durchdachten Eindruck.
Als wir unsere Späher auf die prozedural generierte Karte schickten, bekamen wir auch schon einen Vorgeschmack auf das, was da draußen lauert: Wir stießen auf andere Stämme und entdeckten die geheimnisvollen Ruinen der alten Welt.
Technisch sauber, inhaltlich ein Versprechen
Auf der technischen Seite gibt es aktuell nichts zu meckern. Afterworld lief während unserer Präsentation sehr gut und flüssig. Die Benutzeroberfläche macht einen soliden Eindruck, auch wenn die Zeit schlichtweg nicht ausreichte, um alle Menüs und Sub-Systeme wirklich tiefgehend zu erkunden.
Afterworld hat das Zeug dazu, etwas ganz Großes zu werden. Der entscheidende Faktor bis zum Release wird die Balance sein: Das Gameplay muss genügend Interaktionsmöglichkeiten bieten, um langfristig zu fesseln, darf aber im Mid- und Lategame nicht so überladen wirken, dass man als Spieler sofort untergeht. Wenn Paradox diese Gratwanderung meistert, steht uns ein fantastisches Strategiespiel bevor.
Für uns war Afterworld ohne Zweifel eines der absoluten Top-Highlights der gamescom 2026.
![[gamescom preview] – Afterworld](https://motekgames.de/wp-content/uploads/2026/09/Afterworld_2026_08_31_02-1140x570.jpg)
