Was passiert mit Mass Effect und Dragon Age nach dem Ende von BioWare? Ein Verkauf der Marken ist laut Mark Darrah denkbar. Der frühere Executive Producer von BioWare hat sich in einem Video auf YouTube zur Schließung des Studios geäußert. Seine Einschätzung fällt allerdings zweigeteilt aus.
Verkauf oder Tresor
Darrah geht davon aus, dass bei EA derzeit niemand an einem Mass Effect oder Dragon Age arbeitet. Wahrscheinlich werde das auch so bleiben. Das könne EA dazu bringen, die Marken zu verkaufen, weil sich damit Geld verdienen ließe. Genauso gut könne der Konzern die Reihen aber einfach vergessen und sinngemäß „im Tresor begraben“. Welche Variante wahrscheinlicher ist, lässt Darrah offen.
Wer Mark Darrah ist
Darrah war über 20 Jahre bei BioWare tätig. Er war unter anderem Co-Director von Dragon Age: Origins und prägte die Dragon-Age-Reihe als Produzent maßgeblich. Nach seinem Abschied kommentiert er die Branche regelmäßig auf YouTube. Seine Einschätzung hat daher Gewicht, auch wenn er keine Insider-Informationen zu EAs Plänen nennt.
Warum ein Verkauf von Mass Effect und Dragon Age denkbar ist
EA steht nach der Übernahme für 55 Milliarden US-Dollar durch ein Konsortium mit dem saudischen Staatsfonds PIF unter Druck. Laut GamesRadar+ trägt der Konzern rund 20 Milliarden US-Dollar Schulden. Ein Verkauf bekannter Marken wie Mass Effect, Dragon Age oder Jade Empire könnte Geld einbringen. Allerdings ist unklar, ob EA solche Deals überhaupt anstrebt.
Schwieriges Jahrzehnt für BioWare
Die letzten Jahre waren für BioWare hart. Mass Effect: Andromeda bekam gemischte Kritiken. Anthem fand kein großes Publikum. Dragon Age: The Veilguard blieb zuletzt hinter den Erwartungen zurück. Am 21. Oktober 2026 folgte schließlich die Schließung des Studios. Damit endete auch die frühe Arbeit am nächsten Mass Effect.
Für Fans bleibt die Lage unsicher. Ein Käufer könnte den Marken neues Leben geben. Bleiben sie bei EA, droht dagegen eine lange Pause.

