Eine mögliche Xbox Übernahme beschäftigte laut Bericht mehrere Finanzinvestoren. Sie sollen einen Kauf von Microsofts Spielesparte mit 100 bis 150 Milliarden US-Dollar bewertet haben. Microsoft dementiert einen Verkauf: Xbox sei „not for sale“.
Was der Bericht sagt
Das Branchenmedium The Information berichtete am 20. Oktober über die Pläne. Demnach wogen mehrere Private-Equity-Firmen einen gemeinsamen Kauf ab. Die Gespräche blieben kurz und explorativ. Zu formellen Verhandlungen mit Microsoft kam es nicht. Der Bericht nennt zudem weder die beteiligten Firmen noch ein konkretes Angebot. Die Summe ist deshalb keine Preisvorgabe, sondern eine Einschätzung von außen.
Microsoft widerspricht
Ein Microsoft-Sprecher sagte gegenüber The Information, Xbox stehe nicht zum Verkauf. Auch Xbox-Chefin Asha Sharma bekräftigte zuletzt, dass die Sparte nicht verkauft wird. Weitere Details nannte Microsoft nicht. Es gibt derzeit keinen Hinweis, dass der Konzern ein Angebot ernsthaft geprüft hat.
Einordnung der Xbox Übernahme
Die genannte Spanne liegt weit über früheren Deals. Microsoft zahlte 68,7 Milliarden Dollar für Activision Blizzard. Die Übernahme von Electronic Arts für 55 Milliarden Dollar durch ein Konsortium um den saudischen PIF, Silver Lake und Affinity Partners folgte im August. Dagegen wirken die Zahlen der Sparte schwächer. Der Xbox-Umsatz im Geschäftsjahr 2026 lag laut Inven Global bei 21,8 Milliarden Dollar, ein Minus von sieben Prozent. Zudem kam es zu Entlassungen, Studioschließungen und gestrichenen Projekten.
Hinzu kommt die jüngste Sparrunde. Microsoft bietet seit Montag rund 60.000 Beschäftigten freiwillige Abfindungen an. Laut Reuters gehören Teams aus Xbox und Windows zu den beteiligten Bereichen. Mehrere aktuelle und frühere Mitarbeiter glauben laut Notebookcheck sogar, Xbox werde auf einen Verkauf, eine Ausgliederung oder externe Investoren vorbereitet. Belege dafür gibt es nicht.
Was das für Spieler bedeutet
Für Spieler ändert sich vorerst nichts. Ein Verkauf ist weder angekündigt noch verhandelt. Allerdings zeigt der Bericht, wie hoch Investoren den Wert von Marken wie Halo, Call of Duty und Minecraft ansetzen könnten. Ob daraus je ein konkretes Angebot wird, bleibt offen.

