Die ENCE Insolvenz beendet 13 Jahre Esport-Geschichte. Die finnische Organisation ENCE eSports Oy kündigte am 26. Oktober auf X an, dass ihr Vorstand Insolvenz anmelden will. Das Unternehmen dankte Spielern, Mitarbeitern, Partnern und Fans.
Was bekannt ist
Zum Zeitpunkt der Ankündigung fand sich im finnischen Handelsregister noch kein Eintrag. ENCE nannte weder einen Zeitplan noch Details zu Gläubigern oder einem Insolvenzverwalter. Unklar bleibt auch, was mit Spielern, Trainern und dem Personal geschieht. Zudem äußerte sich die Organisation nicht zur Zukunft der Marke.
Die Gründe für die ENCE Insolvenz
ENCE nannte keine Gründe. Berichte deuten aber auf Geldprobleme hin. Laut Esports Observer sank der Umsatz in den letzten zwei Jahren um 79 Prozent. Die Zeitung Iltalehti meldet Verluste von über 1,6 Millionen Euro in dieser Zeit. Hinzu kamen Umbrüche. Im Juni trat CEO Mika Kuusisto nach sieben Jahren zurück, danach ersetzte ENCE die Position durch eine flachere Struktur. Der Schritt kommt dennoch abrupt: Am 25. September hatte ENCE sein Counter-Strike-2-Team noch langfristig gebunden.
Das Vermächtnis
ENCE wurde 2013 gegründet und wuchs von einer regionalen Organisation zu einem globalen Namen im Counter-Strike. Das Team gewann zuletzt im Oktober 2024 die Elisa Masters Espoo und verdiente dabei rund 100.000 US-Dollar. Auch in StarCraft II feierte ENCE Erfolge. Joona „Serral“ Sotala spielte von 2016 bis 2023 für die Organisation. Er gewann die WCS Global Finals 2018 als erster Nicht-Koreaner und später das IEM Katowice 2022. Der Song „EZ4ENCE“ bleibt vielen Fans in Erinnerung.
Ein Muster im Esport
ENCE ist nicht allein. Die Organisation Evil Geniuses stellt laut GameDaily am 2. November nach über 25 Jahren den Betrieb ein. Bereits vor einem Jahr meldete das schwedische Godsent Insolvenz an. Branchenbeobachter sprechen von steigenden Kosten und dünneren Sponsorings. Für Fans heißt das: Auch große Marken sind nicht sicher.

