Beim Sony Datenleck in Japan haben Unbefugte Zugriff auf die Mitgliederdatenbank von Sony Network Communications erhalten. Betroffen sind rund 2,58 Millionen Datensätze der Internetdienste So-net und plala. Sony hat die betroffenen Server abgeschaltet und die Datenschutzbehörde informiert. Auf PlayStation-Konten deutet nach bisherigem Stand nichts hin.
Sony Datenleck: Was passiert ist
Der unbefugte Zugriff erfolgte laut Sony am 19. Oktober 2026. Entdeckt wurde er am 23. Oktober, am Tag darauf bestätigte das Unternehmen den Datenabfluss. Sony Network Communications betreibt in Japan die Internetanbieter So-net und plala (S Course).
Von den Datensätzen entfallen 2.141.986 auf So-net und 443.495 auf plala. Darunter sind auch rund 293.000 ehemalige Mitglieder, die ab März 2026 gekündigt haben. Wer bereits bis Ende Februar 2026 gekündigt hatte, ist laut Sony nicht betroffen.
Diese Daten sind betroffen
Bei beiden Diensten wurden Mitgliedsdaten abgegriffen:
• Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
• Nutzer-ID und Internetanschluss-ID
• Geburtsdatum und Geschlecht
Hinzu kommen die Zugangsdaten von 54.401 E-Mail-Adressen, deren Passwörter offengelegt wurden. Für die eigentlichen Mitgliedskonten sollen dagegen keine Passwörter abgeflossen sein. Bei 16 So-net-Mitgliedern gingen außerdem Bankdaten verloren, darunter Kontonummer und Name des Kontoinhabers. Kreditkartendaten sind laut Sony nicht betroffen, PINs speichert das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht.
Das hat Sony nach dem Datenleck unternommen
Sony schaltete den betroffenen Server ab und blockierte die Verbindung zur Quelle des Zugriffs. Die kompromittierten E-Mail-Passwörter wurden am 27. Oktober zurückgesetzt. Außerdem meldete Sony den Vorfall der japanischen Datenschutzbehörde. Wie die Angreifer eindringen konnten und wie weit der Zugriff reichte, wird noch untersucht. Folgeschäden hat Sony bis zum 27. Oktober nicht festgestellt.
Betroffene sollen ihr Passwort nur über das offizielle So-net-Portal ändern und bei unerwarteten Mails, SMS oder Anrufen vorsichtig sein. Links und Anhänge aus verdächtigen Nachrichten sollten sie nicht öffnen.
Sony Datenleck: Was bedeutet das für PlayStation-Spieler?
Nach aktuellen Informationen sind weder das PlayStation Network noch PlayStation-Konten betroffen. Der Vorfall trifft die Internetsparte in Japan. Spieler in Deutschland müssen daher nach bisherigem Stand nichts unternehmen.

