Atari baut seine Retro-Offensive weiter aus und hat das Studio Implicit Conversions übernommen. Das Unternehmen ist auf die Portierung klassischer Spiele bis zur 32-Bit-Ära spezialisiert und arbeitet mit eigener Emulationstechnologie.
Implicit Conversions ist vor allem für die hauseigene Syrup Engine bekannt. Diese Technologie ermöglicht es, ältere Spiele aus der 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Zeit auf moderne Plattformen lauffähig zu machen.
Exciting news!
Implicit Conversions is joining the @atari.com family. You can read a letter from Bill and a small Q&A here: www.implicitconversions.com/blog/implici…
Our mission to bring retro games to modern consoles isn’t changing, and this brings even more opportunities to realize that vision
— Implicit Conversions™ (@implicitconversions.com) 24. April 2026 um 02:50
Aktuell unterstützt die Engine bereits sieben klassische Systeme. Besonders relevant ist dabei die Unterstützung der ersten PlayStation. Eine Integration von PlayStation 2 soll sich bereits in Arbeit befinden.
Das Studio arbeitete zuletzt gemeinsam mit Ataris Tochterfirma Digital Eclipse an mehreren Projekten. Dazu zählen Mortal Kombat: Legacy Kollection und Rayman 30th Anniversary Edition. Bei Mortal Kombat war Implicit Conversions insbesondere für die Umsetzung der drei PS1-Versionen verantwortlich.
Atari verfolgt seit Jahren eine klare Strategie im Retro-Bereich. Bereits 2023 übernahm das Unternehmen Digital Eclipse, das vor allem für 8-Bit- und 16-Bit-Neuauflagen bekannt ist. Davor wurde schon Nightdive Studios gekauft. Dieses Studio konzentriert sich auf moderne Remaster polygonaler Klassiker und nutzt dafür die bekannte Kex Engine. Mit Implicit Conversions schließt Atari nun die Lücke zwischen klassischen 2D-Spielen und späteren 3D-Titeln der 32-Bit-Generation.
Laut Implicit Conversions bleibt der Schwerpunkt weiterhin auf der Entwicklung eigener Emulatoren. Genannt wurden interne Projekte mit den Codenamen Pancake (PS1), Waffle (PS2) und Benedict (PS3). Das deutet darauf hin, dass Atari künftig deutlich stärker auf Neuveröffentlichungen von PlayStation-Klassikern setzen könnte.
Mit der Übernahme sichert sich Atari nicht nur zusätzliche Technik, sondern auch erfahrene Entwickler im Bereich Spielearchivierung und Preservation. Für Fans klassischer Konsolen könnte das in den kommenden Jahren zu vielen Neuauflagen führen.

