Venedig, Genua und das große Geld: Paradox Interactive erfüllt der Community endlich einen lang gehegten Wunsch. Ab dem 17. November lenkt ihr in Crusader Kings 3: Silk & Silver die Geschicke des Mittelalters ganz ohne Schwert. Stattdessen greift ihr mit purem Reichtum, Handelsmonopolen und skrupelloser Politik nach der Macht.
Bisher drehte sich in Crusader Kings 3 fast alles um adlige Blutlinien, Hochzeiten und Kriege. Doch wie Publisher Paradox Interactive heute offiziell angekündigt hat, ändert sich das schon bald. Mit der großen Erweiterung Crusader Kings 3: Silk & Silver rückt ab dem 17. November 2026 erstmals der Handel in den Fokus. Dadurch könnt ihr endlich landlose Kaufmannsfamilien und mächtige Republiken spielen.
Einen ersten Vorgeschmack liefert zudem der heute veröffentlichte Official Announcement Trailer. Unter dem Motto „Vertrauen ist die älteste Währung im Handel“ zeigt das Video, wie aus Partnerschaften schnell blutiger Verrat wird.
Vom einfachen Händler zum Monopolisten
Habt ihr keine Lust auf eine klassische Grafschaft? Dann könnt ihr mit der neuen Regierungsform für Kaufleute ganz unten anfangen. Ihr übernehmt dabei eine landlose Händlerfamilie an der Spitze einer eigenen Kompanie. Von eurem Familiensitz aus baut ihr anschließend Schritt für Schritt ein weltweites Wirtschaftsimperium auf. Dafür sucht ihr nach lukrativen Routen für mehr als 40 verschiedene Handelsgüter. Euer verdientes Gold investiert ihr wiederum direkt in euer Anwesen. So schaltet ihr neue Handelswege frei und stecht eure Rivalen aus.
Wie ihr euer Vermögen anhäuft, bestimmt ihr außerdem über drei verschiedene Spezialisierungen. Als Karawanenführer bewegt ihr beispielsweise riesige Warenmengen über die Karte. Alternativ verleiht ihr als Kreditor Gold an verschuldete Herrscher. Oder ihr erschafft als Kunsthandwerker wertvolle neue Artefakte.
Mit wachsender Erfahrung steigt schließlich auch euer Ruf in der Spielwelt. Dieses wirtschaftliche Gewicht münzt ihr danach direkt in politische Macht um. Durch gezielte Lobbyarbeit und Intrigen gewinnt ihr zunächst Adlige und Könige als Gönner. Später sichert ihr euch exklusive Handelsrechte auf Märkten. Im besten Fall drängt ihr die Konkurrenz durch ein vollständiges Monopol sogar komplett aus dem Geschäft.
Republiken in Crusader Kings 3: Silk & Silver spielen
Neben den Handelskompanien macht Crusader Kings 3: Silk & Silver endlich auch historische Republiken wie Venedig oder Genua spielbar. Hier führt ihr eine einflussreiche Patrizierfamilie an. In diesem System kauft Reichtum direkte Macht, während eure Beliebtheit über das Amt des Dogen entscheidet. Im ständigen Wettstreit mit rivalisierenden Häusern nutzt ihr deshalb Bestechung und kluge Familienpolitik. Zudem müsst ihr die Versammlung auf eure Seite ziehen. Nur so könnt ihr neue Gesetze verabschieden, Amtszeiten anpassen oder die Staatskasse plündern.
Auch der Charakter eurer Republik liegt komplett in eurer Hand. Ihr entscheidet selbst, worin euer Staat glänzt. Wollt ihr lieber eine maritime Handelsmacht oder ein aggressives Adelshaus aufbauen? Oder formt ihr doch einen Stadtstaat, den der Wille des einfachen Volkes trägt?
Um euren Einfluss über die eigenen Grenzen hinaus zu sichern, errichtet ihr außerdem Handelsposten in fremden Grafschaften. Darüber hinaus könnt ihr euch mit anderen Republiken zu mächtigen Handelsligen zusammenschließen. Das bringt euch im Spiel sowohl wirtschaftliche als auch militärische Vorteile.
Neue Startszenarien
Passend zum Thema liefert die Erweiterung zwei neue historische Startszenarien. Im Jahr 1066 (Channels of Commerce) schlüpft ihr in die Rolle berühmter mittelalterlicher Kaufleute. Hier spannt ihr eure Netzwerke über eine Welt, die nach Gewürzen, Seide und Silber verlangt. Das zweite Szenario startet hingegen im Jahr 1178 (Guelphs & Ghibellines). Es wirft euch mitten in den historischen Konflikt Norditaliens. Dort müsst ihr euch zwischen Papst und Kaiser behaupten, was oft im offenen Krieg endet. Städtische Karnevalsfeiern runden das italienische Flair schließlich passend ab.

