Wenige Monate nach dem letzten großen Update für Destiny 2 hat Bungie erklärt, wie es mit der Reihe weitergehen soll. Entgegen der Befürchtung einiger Spieler soll Destiny auch zukünftig eine zentrale Rolle für das Studio spielen.
In einem neuen Blogbeitrag bezeichnet Bungie die Marke als „grundlegend für Bungies Zukunft“. Ein erster Schritt besteht darin, Destiny 2 wieder zu einer vollständigeren Erfahrung auszubauen. Dafür sollen zahlreiche Inhalte zurückkehren, die im Laufe der vergangenen Jahre aus dem Spiel entfernt wurden. Dabei geht es nicht nur um einzelne Aktivitäten. Bungie spricht ausdrücklich von der Rückkehr vollständiger Kampagnen, Schauplätze und Raids.
Ausgangspunkt für die neue Ausrichtung war unter anderem die Reaktion auf das Monuments of Triumph Update, mit dem Destiny 2 zuletzt seinem vermeintlichen Abschluss entgegenzugehen schien. Nach Angaben des Studios haben sich Hunderttausende Spieler für die Zukunft der Reihe eingesetzt. Teile der Community forderten sogar öffentlich die Entwicklung eines Destiny 3. Bungie geht in seinem aktuellen Beitrag direkt auf diese Reaktionen ein. Die Stimmen der Spieler hätten eine Rolle gespielt und einen tatsächlichen Einfluss auf die weiteren Überlegungen des Studios gehabt. Ein Destiny 3 wurde damit allerdings nicht angekündigt.
Stattdessen beginnt Bungie zunächst bei Destiny 2. Über Jahre hatte das Studio ältere Inhalte aus dem Spiel entfernt und im sogenannten Destiny Content Vault archiviert. Damit verschwanden teilweise umfangreiche Bestandteile des Spiels. Genau diese Strategie wird nun zumindest teilweise umgekehrt. Entfernte Inhalte sollen schrittweise wieder in Destiny 2 integriert werden. Bungie möchte damit einen größeren Teil der Geschichte und bisherigen Entwicklung des Spiels wieder zugänglich machen. Welche Kampagnen, Gebiete oder Raids zuerst zurückkehren, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Bungie macht gleichzeitig deutlich, dass nicht sämtliche entfernten Inhalte auf einmal wieder verfügbar sein werden. Bevor ältere Inhalte zurückkehren können, müssen sie an den heutigen technischen Zustand von Destiny 2 angepasst werden. Laut Bungie müssen sie den aktuellen Stabilitäts- und Gameplay-Standards des Spiels entsprechen. Entsprechend dürfte die Wiederherstellung des früheren Contents schrittweise erfolgen. Einen konkreten Zeitplan für die ersten Rückkehrer nennt das Studio bislang nicht.
Die Wiederherstellung von Destiny 2 ist dabei offenbar nur der Anfang. Bungie bezeichnet diesen Schritt als Grundlage für die weitere Zukunft der Marke. Langfristig möchte das Studio auf dieser Basis neue Geschichten und Spiele entwickeln und damit eine stärkere langfristige Zukunft für Destiny schaffen. Was sich konkret dahinter verbirgt, bleibt vorerst offen. Bungie hat weder einen direkten Nachfolger noch ein anderes neues Destiny-Spiel angekündigt.
Fest steht damit zunächst, dass Destiny 2 trotz seines letzten großen Updates weiter unterstützt wird und ein Teil der über die Jahre entfernten Inhalte zurückkehren soll. Gleichzeitig macht Bungie deutlich, dass die Marke auch über Destiny 2 hinaus eine Zukunft haben soll.

