PEGI verschärft den Kurs bei Lootboxen. Reine Digitalspiele, die kaufbare Zufallsinhalte bieten, steigen von PEGI 3, 7 oder 12 auf PEGI 16. Zu den ersten bekannten Fällen gehören EA Sports FC und Pokémon Go.
Welche Spiele wegen Lootboxen betroffen sind
Bisher sind folgende Titel bekannt:
EA Sports FC
Pokémon Go
Pokémon Trading Card Game Pocket
Zenless Zone Zero
Die Liste ist nicht vollständig. Weitere Spiele dürften folgen.
Was sich bei PEGI ändert
Connor Hinde, Policy-Manager bei PEGI, hat die Änderung auf LinkedIn angekündigt. Die Anhebungen starten diese Woche und ziehen sich durch den Oktober. Neu eingereichte Spiele bewertet PEGI schon seit Juni nach den erweiterten Kriterien. Jetzt prüft die Organisation auch bereits eingestufte Digitalspiele nach. Ausschlaggebend ist, ob man für zufällige Inhalte echtes Geld ausgeben kann. Das betrifft etwa Kartenpacks in EA Sports FC Ultimate Team.
Was das für Spieler in Deutschland bedeutet
In Deutschland vergibt die USK die Altersfreigaben, nicht PEGI. Die neue PEGI-Regel trifft deshalb vor allem Spieler in Österreich, der Schweiz und den meisten anderen europäischen Ländern. Trotzdem zeigt der Schritt, wohin die Debatte um Lootboxen in Europa geht. Auch die EU prüft Spielwährungen und Zufallsmechaniken bereits genauer.
Fazit zur PEGI-Änderung
Für Publisher wie EA wird das zum Problem. Ein Fußballspiel mit PEGI 16 erreicht eine deutlich kleinere Zielgruppe. Ob Hersteller ihre Lootboxen deshalb umbauen, ist noch offen.

