Kurz vor dem Start der gamescom 2026 hat der game – Verband der deutschen Games-Branche seine politische Erklärung „Lust auf Zukunft: Potenziale von Games nutzen“ veröffentlicht. Darin fordert der Verband Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf, die Bedeutung von Computer- und Videospielen stärker anzuerkennen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sowie Europas als Games-Standort auszubauen.
Nach Angaben des Verbands spielen inzwischen rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland Computer- und Videospiele. Weltweit liege die Zahl der Spieler bei mehr als drei Milliarden. Gleichzeitig erwirtschafte die Games-Branche jährlich über 200 Milliarden US-Dollar und spiele eine wichtige Rolle bei technologischen Innovationen.
Im Mittelpunkt der Erklärung stehen drei Themenbereiche. Zum einen fordert der Verband bessere Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Produktion von Spielen in Deutschland und Europa. Dazu zählen unter anderem eine stärkere Gründungs- und Produktionsförderung, Investitionen in Infrastruktur, die Ausbildung von Fachkräften sowie die Umsetzung der angekündigten steuerlichen Förderung für die Games-Branche in Deutschland. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Regulierung. Der Verband spricht sich dafür aus, bestehende Jugendschutzsysteme wie USK, PEGI und IARC zu stärken. Neue gesetzliche Regelungen dürften bewährte Systeme nicht unnötig erschweren oder ersetzen.
Darüber hinaus hebt der Verband die gesellschaftliche Bedeutung von Games hervor. Computer- und Videospiele könnten einen positiven Beitrag für Gesellschaft und Demokratie leisten. Als Beispiel verweist die Erklärung auf Studien, nach denen Spieler ein höheres Vertrauen in demokratische Strukturen hätten und eher zu gesellschaftlichem Engagement motiviert werden könnten.
Felix Falk, Geschäftsführer des game-Verbands, betont, dass die gamescom als weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele die Bedeutung der Branche jedes Jahr aufs Neue zeige. Deutschland und Europa müssten den Anspruch haben, international zu den führenden Standorten für die Entwicklung von Spielen zu gehören. Dafür seien verlässliche politische Rahmenbedingungen, eine angemessene Regulierung sowie eine stärkere Nutzung der kulturellen, wirtschaftlichen und technologischen Potenziale von Games erforderlich.
Die gamescom 2026 startet am 24. August in Köln. Die vollständige politische Erklärung „Lust auf Zukunft: Potenziale von Games nutzen“ steht auf der Website des game-Verbands zum Download bereit.

