Viele von euch kennen bestimmt das Spiel Animal Crossing. In einer Fabelwelt sollen wir eine eigene Insel gestalten und haben unzählige Möglichkeiten. Aber was würde wohl passieren, wenn man dieses Prinzip mit einem Survival-Spiel wie beispielweise 7 Days to Die mischen würde? Die Antwort darauf könnte das Spiel Zeverland von Quantum Quirks werden – zumindest wenn man Entwickler Nelson Woon vom Studio fragt.
Zeverland ist wie als ob Animal Crossing und 7 Days to Die ein Baby zusammen hätten. – Nelson Woon, Entwickler bei Quantum Quirks
Aber warum ist das so? Der Frage konnte ich mich in einer einstündigen Demo auf der Gamescom widmen.
Spiel ohne Limit
Dabei wirbt das Spiel schon auf seiner Steamseite mit endlosen Möglichkeiten. So sollen wir mit allen möglichen Gegenständen interagieren können. Egal ob wir kurz zum Klempner werden und ein Tankstellenklo auseinanderbauen, uns als Waffenpionier an der Erfindung neuer Waffen durch Zusammenbau probieren oder wir zum Camper werden und die Welt erkunden. „Zeverland soll den Spielern die Freiheit geben, mit allem Sichtbaren auch direkt interagieren zu können“, so Woon.
Das kann ich aus der Demo auch so bestätigen, als ich spontan in einem fremden Haus die Küche neu eingerichtet und auch Möbel zwecks Ressourcengewinnung auseinandergebaut habe.
Kampf ums Überleben
Auch wenn das Spiel erst seit knapp zwei Jahren in Entwicklung ist, hat es schon viele Elemente eines Survival-Abenteuers gut umgesetzt. So müssen wir typisch für das Genre auch stets ein Auge auf unsere körperlichen Befindlichkeiten werfen. Dabei geht es aber nicht nur um Hydration oder der Sättigung unseres Hungers. Auch unsere Verdauung möchte im Auge behalten werden. Und wenn wir das nicht tun, kann das schon mal zu einer spontanen Darmentleerung führen. Was man mit der buchstäblichen Kacke dann machen kann, darüber reden wir später noch.
Welche Leiste ebenfalls stets im Auge behalten werden sollte, ist die Zombiefizierung. Ist diese nämlich voll verwandeln wir uns automatisch selbst in einen Untoten und können andere jagen.
Gemeinsam statt einsam
Mit anderen meine ich natürlich unter anderem Mitspieler. Zeverland bietet nämlich ein Server-System an, bei dem wir entweder einem öffentlichen Server beitreten können oder wir für eine private Runde mit Freunden einen geschlossenen Server erstellen können. Auch wenn es zum Zeitpunkt der Gamescom noch möglich war, wird es mit der Veröffentlichung im Early Access im März 2027 keine Möglichkeit geben, andere Spieler zu Töten.
Dafür kann man aber die anderen trollen. Nicht nur als Zombie sondern auch, in dem wir die oben erwähnten braunen Haufen auf andere Schleudern. Diese lassen sich aber genauso gut auch auf die Zombies schleudern. Das hab ich nämlich in der Demo gemacht, als ich mich einem der Bosse in einer zufälligen Begegnung gestellt habe.
Eigentlich war ich nämlich dabei mit einem NPC, die in der Welt verstreut sind und für den Lagerbau und als Begleitung allgemein angeheuert werden können, auf einer Mission zu sein. Plötzlich entpuppt sich die Tankstelle in der Nähe aber als Heim für einen Boss. Dieser etwas grössere Untote hat auch einen Faible dafür gehabt, andere Untote in meine Richtung zu schleudern. Was er allerdings nicht wusste: ich hab eine Menge Bosse querbeet durch etliche Action-Rollenspiele schon das Gesicht neu ausgerichtet.
Natürlich bin ich auch im Kampf ein paar Mal gestorben. Allerdings ist das weniger frustig, als bei einem Action-Rollenspiel. Denn der Boss regeneriert keinerlei Leben und man kann fast nahtlos weitermachen. Also schnell den Rucksack mit dem vorherigen Loot aufheben, vielleicht noch ein paar Bandagen zur Heilung herstellen, Waffen nach Haltbarkeit abchecken, Verbündete wiederbeleben und direkt wieder rein ins Getümmel.
Das Arsenal
Nach ein paar Versuchen lag der Boss dann auch. Nelson erklärte mir dann, dass dieser Boss einer der vier Bosse mit Spezialfähigkeiten sei und ich seine Fähigkeit übernehmen könne, wenn ich seinen Arm loote. Damit konnte ich glatt mein Arsenal ausweiten und selbst Untote durch die Gegend werfen.
Stichwort Arsenal: Zeverland bietet uns schon von Hause aus zahlreiche Waffen. Von Schlagstöcken über Messer bis hin zu Pistolen und Gewehren. Interessant wird es dabei dann aber vor allem beim Herstellen von Waffen. Mit dem allgemeinen Herstellen können wir nämlich Ressourcen kombinieren, die wir dann im weiteren Verlauf nutzen können, um Waffen miteinander zu kombinieren und so gänzlich neue Waffen zu erschaffen. So lässt sich zum Beispiel ein Messer auf einen Baseballschläger kleben, um einen Speer zu imitieren oder ein Zombie-Kopf auf einen Tennisschläger kleben, um eine schnelle Schlagwaffe mit Reichweite zu bekommen.
Und natürlich müssen wir bei allen Kämpfen mit Schlagwaffen auch einen Blick auf unsere Ausdauer haben. Ist diese nämlich leer, kann sich ein Kampf im Zweifel stark in die Länge ziehen.
Eine Frage der Seltenheit
Um im Kampf stets einen kleinen Vorteil zu bekommen, ist auch die Seltenheit von Ausrüstungsteilen nicht unerheblich. Diese kann sich nicht nur auf Waffen beziehen, sondern auch schon auf unsere getragene Kleidung. Mal gibt es nämlich hier einen Bonus auf den Ausdauerwert, mal gibt es dort einen Bonus für den Waffenschaden.
Und falls unsere Taschen mal zu voll sein sollten, können wir alles immer noch zerlegen, um wenigstens die Ressourcen bei uns tragen zu können.
Der Weg ist das Ziel
Auch wenn Zeverland in der Demo jetzt keine tiefgreifende Geschichte angedeutet hat, hat das Gameplay absolut Spass gemacht. Sowohl die Kämpfe mit Nah- und Fernkampfwaffen, als auch das Ressourcenmanagement und das freie Bewegen in der Spielwelt.
Ohnehin orientiert sich das Spiel an das eingangs erwähnte Animal Crossing. Das bedeutet dass hier eine ausgeklügelte Geschichte der kreativen Freiheit weicht. Ich hab mit der Demo auf jeden Fall Lust auf die Vollversion von Zeverland bekommen.
![[gamescom preview] Zeverland – Spiel ohne Limit](https://motekgames.de/wp-content/uploads/2026/08/Zeverland_2026_08_31_01-1140x570.jpg)
