Housemarque hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten PlayStation Studios entwickelt. Nach der Übernahme durch Sony und dem Erfolg von Returnal ist das finnische Entwicklerteam deutlich gewachsen und arbeitet inzwischen an deutlich größeren Projekten als noch vor wenigen Jahren. Studio-Chef und Mitgründer Ilari Kuittinen sprach nun über die Entwicklung des Unternehmens und die Herausforderungen, die mit dem Wachstum einhergehen.
In einem Gespräch mit The Game Business erklärte Kuittinen, dass Housemarque rund um die Veröffentlichung von Nex Machina im Jahr 2017 lediglich 40 bis 50 Mitarbeiter beschäftigt habe. Mittlerweile sei das Studio auf nahezu 120 Angestellte angewachsen. Während das Team früher mehrere kleinere Projekte entwickelte, konzentriert sich das Studio heute vollständig auf einzelne Großproduktionen. Laut Kuittinen habe das Unternehmen lernen müssen, größere Spiele zu entwickeln und gleichzeitig die internen Strukturen an die neue Größe anzupassen.
Housemarque machte sich ursprünglich mit Arcade-Spielen und Shootern einen Namen. Titel wie Super Stardust, Dead Nation und Alienation etablierten das Studio als Spezialisten für actionreiche Twin-Stick-Shooter. Mit Returnal gelang 2021 jedoch der bisher größte Erfolg der Firmengeschichte. Das Roguelike-Actionspiel wurde exklusiv für PlayStation 5 veröffentlicht und erhielt sowohl von Kritikern als auch von Spielern positive Bewertungen. Für Kuittinen markierte der Erfolg gleichzeitig den endgültigen Schritt zum vollwertigen PlayStation-First-Party-Studio.
Aktuell arbeitet Housemarque an Saros, dem nächsten großen Projekt des Studios. Das Spiel wurde bereits offiziell angekündigt und soll die Erfahrungen aus Returnal weiterentwickeln. Gleichzeitig schließt das Team nicht aus, künftig auch kleinere Projekte umzusetzen. Laut Kuittinen gebe es zahlreiche Ideen, die nicht zwangsläufig die Größenordnung von Saros erreichen müssten. Welche Projekte nach Saros folgen werden, ließ das Studio allerdings offen.

