Nach dem angekündigten Rücktritt von Phil Spencer hat Asha Sharma offiziell ihre neue Rolle als CEO von Microsoft Gaming übernommen. In einer internen Nachricht an Mitarbeitende von Microsoft skizzierte sie erstmals ihre Prioritäten und die zukünftige Ausrichtung der Xbox-Sparte.
Sharma erklärte, sie starte ihre neue Aufgabe mit „Demut und Dringlichkeit“. Einerseits würdigte sie die Arbeit der Teams, die über Jahrzehnte hinweg das Gaming-Geschäft aufgebaut haben, andererseits verwies sie auf die schnellen Veränderungen innerhalb der Branche.
Drei zentrale Schwerpunkte
In ihrer Mitteilung stellte Sharma drei zentrale Bereiche vor, die künftig im Fokus stehen sollen.
- Fokus auf starke Spiele
Laut Sharma beginnt alles mit hochwertigen Spielen. Studios sollen gestärkt, bekannte Marken weiterentwickelt und neue Ideen gefördert werden. Dabei kündigte sie an, auch Risiken einzugehen und neue Märkte sowie Genres zu erschließen. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die Beförderung von Matt Booty zum Chief Content Officer, der künftig eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Entwicklerstudios übernehmen soll. - Rückbesinnung auf Xbox
Ein weiterer Schwerpunkt sei die stärkere Ausrichtung auf die bestehende Xbox-Community. Besonders die Konsole bleibe ein wichtiger Bestandteil der Identität der Marke. Gleichzeitig betonte Sharma, dass Gaming zunehmend plattformübergreifend stattfinde und Xbox künftig stärker Geräteübergreifend auf PC, Mobile und Cloud funktionieren solle. - Zukunft des Spielens
Als dritten Punkt nannte sie neue Geschäftsmodelle und neue Formen des Spielens. Dabei stellte sie klar, dass Spiele weiterhin als kreative Werke verstanden werden sollen. Technologien wie künstliche Intelligenz sollen unterstützend eingesetzt werden, ohne den kreativen Prozess zu ersetzen.
Übergang nach Führungswechsel
Der Führungswechsel folgt auf umfangreiche Veränderungen bei Microsoft Gaming. Neben dem Rücktritt von Phil Spencer verließ auch Xbox-Präsidentin Sarah Bond das Unternehmen. Spencer hatte Sharma zuvor öffentlich unterstützt und angekündigt, den Übergang noch einige Monate beratend zu begleiten.
Weitere konkrete Maßnahmen oder Projekte wurden in der Mitteilung nicht angekündigt.

