Nintendo bereitet Änderungen an der Hardware der Nintendo Switch 2 vor, um neue Vorgaben der Europäischen Union zu erfüllen. Ziel der Gesetzgebung ist es, Elektroschrott zu reduzieren und die Lebensdauer von Geräten mit Akkus zu verlängern. Wie Nintendo bekannt gegeben hat, werden bestehende Hardware-Modelle mit der Bezeichnung „BEE“ künftig durch Varianten mit der Kennzeichnung „OSM“ ersetzt. Betroffen ist die Nintendo Switch 2, möglicherweise aber auch die Joy-Con-Controller.
Die neuen EU-Vorschriften sehen vor, dass Akkus in elektronischen Geräten leichter ausgetauscht werden können. Dadurch sollen Verbraucher ihre Geräte länger nutzen können, anstatt sie aufgrund eines verschlissenen Akkus ersetzen zu müssen. Für die Nintendo Switch 2 bedeutet dies unter anderem, dass der Akku künftig ohne den Einsatz spezieller Hilfsmittel wie Heißluftpistolen oder Lösungsmittel entfernt werden können muss. Zudem sollen keine speziellen Schrauben verwendet werden, die Reparaturen erschweren. Ob Nintendo die gleichen Änderungen auch bei den Joy-Con-Controllern umsetzen wird, ist derzeit noch nicht bestätigt.
Ein weiterer Bestandteil der EU-Regelung verpflichtet Hersteller dazu, Ersatzakkus für einen längeren Zeitraum bereitzustellen. Nintendo muss entsprechende Akkus demnach bis zu fünf Jahre nach dem Ende des Produktlebenszyklus anbieten. Die neuen Vorgaben könnten außerdem dazu führen, dass Drittanbieter eigene Ersatzakkus für die Switch 2 entwickeln und verkaufen. Dadurch würden Nutzern künftig zusätzliche Optionen bei Reparaturen zur Verfügung stehen.
Neben der besseren Reparierbarkeit könnten die Änderungen weitere Auswirkungen haben. Durch die Öffnung des Marktes für Ersatzakkus könnten künftig auch Modelle mit höherer Kapazität angeboten werden, was die Akkulaufzeit im mobilen Betrieb verlängern könnte. Wann die ersten überarbeiteten OSM-Modelle der Nintendo Switch 2 in den Handel kommen, hat Nintendo bislang nicht bekannt gegeben.

